Socken-Start-up

TV-Serienstar verkauft jetzt Tennissocken mit Stadtnamen

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Schauspieler Oliver Franck mit seinen
neuen Hamburg-Socken.

Schauspieler Oliver Franck mit seinen neuen Hamburg-Socken.

Foto: Michael Rauhe

Der bekannte Hamburger Schauspieler Oliver Franck hat das Start-up xoxo Hamburg gegründet.

Hamburg.  Oliver Franck war schon Chirurg, Biotechniker, Anwalt und Einsatzleiter – jetzt hat der Hamburger Schauspieler eine neue Rolle. Er ist Unternehmer. Und zwar im richtigen Leben. Im vergangenen Jahr hat der 45-Jährige die Firma xoxo Hamburg gegründet und verkauft jetzt Tennissocken. Natürlich nicht irgendwelche.

„Wir machen aus den Socken ein Statement“, erklärt Franck die Geschäftsidee. Hamburg, München, Mannheim – in großen Buchstaben ziehen sich die Städtenamen um den Sockenbund und sollen sie zu einer Art Botschafter für die Heimatstadt der Sockenträger machen. „Die erste Resonanz ist sehr gut“, sagt der Serienstar („Nachtschwestern“, „Rote Rosen“, „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“, „Tatort“).

Franck wollte schon immer eine eigene Firma gründen

Die Idee war im letzten Frühjahr entstanden. Eigentlich war Franck für weitere Folgen der ARD-Seifenoper „Rote Rosen“ gebucht, dann kam Corona, und die Dreharbeiten wurden von einem Tag auf den anderen unterbrochen. „Das war eine Situation, in der man entweder abwarten kann oder man macht etwas“, sagt er. Franck stammt aus einer Unternehmerfamilie. Eine eigene Firma zu gründen, habe ihn schon immer gereizt. „Plötzlich hatte ich Zeit, das mit der Schauspielerei unter einen Hut zu bringen.“

Dass es gerade ein Socken-Start-up geworden ist, hat auch damit zu tun, dass er selbst schon immer gerne Tennissocken getragen habe, erklärt der Gründer. Und mit einem Trend: Nachdem die Baumwollklassiker modisch in den vergangenen Jahren keine guten Zeiten hatten, sind sie nun wieder angesagt.

Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln

Franck fing an zu recherchieren und entwickelte in wenigen Wochen ein Geschäftsmodell. „Im Lockdown haben alle plötzlich viel Zeit in der eigenen Stadt verbracht und haben sich auf die eigenen Wurzeln zurückbesonnen“, sagt er. Dem Gefühl wolle er mit seinen Modellen als Gruß von Stadt zu Stadt Ausdruck verleihen.

Die wichtigsten Corona-Themen im Überblick

Dabei ist der Firmenname für ihn Programm: xoxo ist eine der bekanntesten Abkürzungen im privaten Online-Schriftverkehr und steht im Jargon des Internets für „kisses and hugs“ (Küsse und Umarmungen). „Ich wollte witziges Design, aber auch gute Qualität“, sagt Franck. Nachdem er Dutzende Mustersocken gesichtet hatte, entschied er sich für einen deutschen Hersteller, der in Europa produziert. Im Sommer bestellte er die ersten 3000 Paare.

Alle Socken sind aus zertifizierter Baumwolle

Konkrete Zahlen über Investitionen und Umsatz will er nicht nennen. „Wir waren aber schon bei diversen Größen und Motiven ausverkauft und haben nachbestellt“, sagt der Neu-Unternehmer, der sein Geschäft zwischen Dreharbeiten und Kinderbetreuung aus dem Wohnzimmer in Harvestehude betreibt. Neben den Modellen mit Städtenamen in Weiß und Schwarz gibt es Varianten mit dem Firmennamen xoxo, Kussmund oder mit Regenbogenfarben.

Alle Socken sind aus zertifizierter Baumwolle. Das hat seinen Preis. 15 Euro kostet das Paar für Erwachsene, 12 Euro für Kinder. Erhältlich sind sie online über www.xoxo-hamburg.de und seit Herbst auch in einigen Geschäften in Hamburg, wie Kaufrausch in Eppendorf, Angelo’s in Eimsbüttel oder Kaufhaus in St. Georg. Franck will sein Geschäft in diesem Jahr auf jeden Fall weiter ausbauen. „Es macht Spaß, eigenverantwortlich zu arbeiten. Ich habe wohl auch ein Unternehmer-Gen.“

( mik )

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