Discounter

USA: Aldi und Lidl zahlen Mitarbeitern Prämien für Impfungen

| Lesedauer: 3 Minuten
Tobias Kisling
Aldi & Lild: Hype um Modekollektionen

Aldi & Lild- Hype um Modekollektionen

Discounter Mode: Lidl und Aldi verkaufen nun Modekollektionen, die ihr eigenes Logo präsentieren. Um die neuen It-Pieces wird sich gestritten.

Beschreibung anzeigen

Die deutschen Lebensmitteldiscounter Aldi und Lidl bieten Beschäftigten in den USA Sonderzahlungen an - wenn sie sich impfen lassen.

Berlin. Die deutschen Lebensmittel-Discounter Aldi und Lidl zahlen in den USA ihren Beschäftigten Impfprämien. Das teilten die beiden US-Ableger der Konzerne per Pressemitteilung mit.

Demnach wollen die beiden deutschen Konzerne Mitarbeitern, die bereit sind, sich impfen zu lassen, Bonuszahlungen zukommen lassen. Zuerst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet.

Aldi will Lohn von zwei Arbeitsstunden zahlen

Aldi kündigte an, dass es Kosten im Zusammenhang mit der Impfung übernehmen werde – dies gelte auch für Zeitarbeiter. Pro Dosis Impfstoff soll den Mitarbeitern demnach ein zusätzlicher Lohn von zwei Arbeitsstunden gezahlt werden.

„Die Bereitstellung der bewilligten Gelder, damit Mitarbeiter den ausschlaggebenden Impfstoff erhalten können, ist eine weitere Möglichkeit, sie zu unterstützen und beseitigt die Abwägung, zwischen dem Schutz ihres Wohlergehens und ihrem Lohnverdienst wählen zu müssen“, wird Aldis US-Chef Jason Hart in der Pressemitteilung zitiert.

Aldi ist bereits seit zehn Jahren in den USA präsent und hat sich mittlerweile ein Filialnetz von mehr als 2000 Geschäften in 37 Bundesstaaten aufgebaut.

  • Lesen Sie hier:

Lidl zahlt 200-Dollar-Schecks

Noch großzügiger präsentiert sich Lidl. Einen Tag nach Aldis Ankündigungen legte der zur Schwarz-Gruppe gehörende Neckarsulmer Konzern, der in den USA seinen Sitz in Arlington in Virginia, unweit von Washington DC hat, nach.

„Wir sind stolz darauf, unseren Mitarbeitern die Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen, um den Covid19-Impfstoff zu erhalten, wird Lidls US-Chef Johannes Fieber in der Mitteilung zitiert.

Lidl bietet demnach Sonderzahlungen in Höhe von 200 Dollar (rund 165 Euro) an. Das Geld soll in Form eines Schecks ausgestellt werden.

Impfbereitschaft laut eigener Umfrage höher als im Schnitt

Das scheint anzukommen. Während in den USA die Impfbereitschaft nach jüngsten Umfragen nur bei rund 60 Prozent liegt, berichtet Lidl von einer eigenen Umfrage, wonach sich fast acht von zehn Mitarbeitern impfen lassen würden.

Lidl hat in den USA bisher einen schweren Stand. 2015 expandierte man und ließ sich in Arlington nieder, ehe es zwei Jahre mit dem operativen Geschäft so richtig losging.

Lidl betreibt 125 Filialen in den USA

Eigentlich hatten Branchenexperten dem Unternehmen ein rasantes Wachstum bescheinigt, doch von den Zielmarken von Aldi ist man beim Konkurrenten noch weit entfernt. Im vergangenen Jahr wurde die 100. US-Filiale eröffnet, mittlerweile sind es nach eigenen Angaben mehr als 125 Geschäfte in den gesamten USA.

Laut einer Schätzung des Marktforschungsunternehmen Ascential, über die das „Handelsblatt“ berichtet, wurde der Umsatz von Lidl im vergangenen Jahr auf rund 1,5 Milliarden Dollar geschätzt. Zum Vergleich: Allein in Deutschland setzte das Unternehmen im Jahr 2019 knapp 26 Milliarden Euro um.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Wirtschaft