Wirtschaft

Gewerkschaft rät: Bauarbeiter sollen Lohncheck machen

Das Bauhauptgewerbe beschäftigt in Hamburg aktuell mehr als 13.000 Frauen und Männer. Sie können auf mehr Lohn hoffen. (Foto: Symbol)

Das Bauhauptgewerbe beschäftigt in Hamburg aktuell mehr als 13.000 Frauen und Männer. Sie können auf mehr Lohn hoffen. (Foto: Symbol)

Foto: Wolfram Steinberg/dpa / picture-alliance/ dpa

Bauhauptgewerbe beschäftigt in Hamburg aktuell mehr als 13.000 Frauen und Männer. Viele von ihnen können sich auf höhere Löhne freuen.

Hamburg.  In Hamburg steigen die Löhne für Bauarbeiter um insgesamt 2,6 Prozent, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) am Donnerstag mitteilte. Darüber hinaus soll es mit der November-Abrechnung eine steuerfreie „Corona-Prämie“ von 500 Euro geben. Auszubildende erhalten 250 Euro. In einer ersten Stufe waren die Löhne bereits im Oktober um 0,5 Prozent gestiegen. Zum Jahreswechsel folgt ein Plus von 2,1 Prozent.

Das Bauhauptgewerbe beschäftigt in Hamburg aktuell mehr als 13.000 Frauen und Männer. IG-Bau-Bezirkschef Matthias Maurer spricht von einem „Tarifabschluss, der Perspektive bringt“. Der Präsident des Bundessozialgerichts hatte in dem länger schwelenden Konflikt als Schlichter vermittelt, das Ergebnis vom September wird nun konkret umgesetzt.

Beschäftige erhalten "Corona-Prämie" im November

Die IG Bau Hamburg fordert die Beschäftigten in der Region aktuell dazu auf, einen Lohncheck zu machen. Neben der „Corona-Prämie“ im November sei das Plus von 0,5 Prozent bereits mit der Oktober-Abrechnung fällig. Anspruch auf die tarifliche Bezahlung haben Gewerkschaftsmitglieder, deren Betrieb Mitglied im Arbeitgeberverband ist.

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Bei Problemen oder Fragen können sich Beschäftigte an die Gewerkschaft vor Ort wenden. Auch Auszubildende sollen ihre Lohnabrechnung prüfen, rät die Gewerkschaft. Ihre Vergütungen steigen um 40 Euro im ersten, 30 Euro im zweiten und 20 Euro im dritten Jahr.

Carsten Burckhardt, Verhandlungsführer auf Gewerkschaftsseite, verweist zudem auf mögliche Entschädigungen für sogenannte Wegezeiten: Über die oft unbezahlten Fahrten zur Baustelle werde bis zum Juni durch die Tarifpartner unter Beteiligung des Schlichters weiter verhandelt. Noch ist offen, welche Regelungen hier gefunden werden.

( HA )

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