Handel

Black Friday startet: Verbraucher wollen mehr Geld ausgeben

Amazon verdreifacht Quartalsgewinn

Der US-Onlineriese Amazon profitiert weiter von der Corona-Pandemie. Im dritten Quartal verdreifachte sich der Gewinn des Konzerns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 6,3 Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro). STOCKSHOTS of Amazon's website, factory and headquarters

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Black Friday Woche: Amazon lockt bereits jetzt mit Sonderangeboten. Deutsche wollen im Schnitt 266 Euro ausgeben. Was gesucht wird.

Berlin.  Gute Nachrichten für Schnäppchenjäger. Amazon wartet nicht bis zum Black Friday oder Cyber Monday. Bereits eine Woche vor dem großen Tag der Sonderangebote (27. November) ruft der weltweit größte Internethändler in Deutschland bereits die „ Black Friday Woche “ aus. Vom 20. bis zum 30. November verspricht Amazon seinen Kunden täglich neue Angebote.

In diesem Jahr wollen gut zwei Drittel aller Verbraucher rund um den Black Friday im Internet oder stationären Einzelhandel auf Shopping-Tour gehen. 69 Prozent der deutschen Verbraucher möchten die Sonderangebote nutzen und dabei im Schnitt 266 Euro ausgeben – also 25 Euro mehr als im Vorjahr. Dabei wollen vor allem Männer mit durchschnittlich 312 Euro mehr ausgeben als Frauen mit 222 Euro.

Black Friday: Die meisten möchten Weihnachtsgeschenke einkaufen

Dies hat eine repräsentative Umfrage unter 2000 Bürgern über 18 Jahren im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ergeben. Nur acht Prozent der Befragten wollen sich wegen der Pandemie beim Shopping zurückhalten.

Die Mehrheit der Verbraucher (69 Prozent) will rund um Black Friday Weihnachtsgeschenke einkaufen. 61 Prozent der Männer und 39 Prozent der Frauen planen vor allem, Elektronik- und Technikprodukte einzukaufen. 36 Prozent möchten in erster Linie Kleidung, Schuhe und Accessoires shoppen.

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Obwohl die Einzelhändler in den Städten derzeit trotz Corona-Einschränkungen geöffnet haben, planen 74 Prozent der Kaufwilligen, vor allem vom heimischen Sofa aus online auf Schnäppchenjagd rund um den Black Friday zu gehen. 23 Prozent planen, im stationären Handel nach Sonderangeboten zu suchen.

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Umfrage: Jeder Fünfte kritisiert, das Sonderangebote zu schnell vergriffen sind

Mit ihren Einkäufen im vergangenen Jahr waren die Einkäufer laut Umfrage insgesamt zufrieden. Jeder Zweite behielt die gekauften Produkte. 35 Prozent schickten zwar Waren zurück, aber nicht in höherem Umfang als sonst, so die PwC-Studie.

Doch es gibt auch Kritik: Jeder Fünfte bemängelt, dass Angebote zu schnell vergriffen waren. 18 Prozent waren auch nicht sicher, ob sie tatsächlich einen guten Deal gemacht hatten. Sie hatten das Gefühl, dass sie durch die Rabatte dazu animiert wurden, zu viel Geld auszugeben.

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„In den USA ist der Black Friday seit Jahrzehnten eine feste Institution, die sich in den letzten Jahren auch im europäischen Handel etabliert hat“, sagt Christian Wulff, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC Deutschland. Er findet traditionell am Tag nach dem US-amerikanischen Thanksgiving (Erntedankfest) statt.

„Schon in den Vorjahren fand die Cyber Week hierzulande vor allem im Internet statt“, erläutert Wulff. Dieser Trend werde sich in diesem Jahr noch verstärken. Denn viele Menschen hätten Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus im stationären Handel oder fänden den Einkaufsbummel aufgrund fehlender Cafés und Restaurants weniger attraktiv.

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