Hamburger Hafen

Seehafenbetriebe fordern "ehrgeizige Standortpolitik"

Das Containerterminal Burchardkai im Hamburger Hafen (Symbolbild).

Das Containerterminal Burchardkai im Hamburger Hafen (Symbolbild).

Foto: Andreas Laible / HA

Verband will angesichts der Corona-Krise noch mehr Engagement der Politik – unter anderem solle die Lkw-Maut gesenkt werden.

Hamburg. Angesichts deutlicher Umschlagsrückgänge wegen der Corona-Krise hat der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) von der Politik mehr Engagement in der Hafenwirtschaft verlangt.

„Durch die Corona-Pandemie kam es zu deutlichen Verlusten bei den Umschlagsmengen, die sich auch in den Betriebsergebnissen und bei der Investitionsfähigkeit der Unternehmen niederschlagen“, sagte ZDS-Präsident Frank Dreeke am Montag in Hamburg. „Wir erwarten ein herausforderndes Jahr 2021 und benötigen von dieser und auch der nächsten Bundesregierung eine ehrgeizige Standortpolitik.“

Seehafenbetriebe wollen Senkung der Lkw-Maut

Für einen fairen Wettbewerb forderte der Verband unter anderem, die Lkw-Maut zu senken und den Breitbandausbau zu verstärken. „Die deutsche Hafenwirtschaft braucht eine Politik des Bundes, die Wettbewerbsnachteile ausräumt und Innovation fördert.“

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Unter Verweis auf das Statistische Bundesamt teilte der ZDS weiter mit, der Umschlag der deutschen Seehafenbetriebe sei im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum coronabedingt um 15 Millionen Tonnen auf 135,7 Millionen Tonnen gesunken. Für das Gesamtjahr werde von einem Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen.