Schließungspläne

Otto-Mitarbeiter trommeln in Hamburg für Retouren-Zentrum

Demonstrantinnen vor der Otto-Zentrale in Hamburg-Bramfeld.

Demonstrantinnen vor der Otto-Zentrale in Hamburg-Bramfeld.

Foto: Andreas Laible / Andreas Laible / FUNKE Foto Services

Der Konzern will das Zentrum in Hamburg schließen. Otto-Retouren landen dann in Osteuropa. Ver.di ruft zum Protest.

Hamburg. Aus Protest gegen die angekündigte Schließung des Hamburger Retouren-Zentrums der Otto Group wollen Beschäftigte am Dienstag die soziale Verantwortung des Vorstands wachtrommeln.

Von 11.45 bis 12.20 Uhr wollen Mitarbeiter von Hermes Fulfilment ihre Mittagspause nutzen, um vor der Zentrale der Otto-Group auf die Trommel zu hauen, teilte die Gewerkschaft Ver.di mit. Wegen der Corona-Pandemie dürfen den Angaben zufolge maximal 200 Beschäftigte an der Aktion teilnehmen.

Otto-Retouren landen künftig in Osteuropa

Die Otto Group hatte Anfang September angekündigt, das Retouren-Zentrum mit seinen rund 840 Beschäftigten in ungefähr einem Jahr zu schließen. Die Retouren der verschiedenen Konzerngesellschaften der Otto Group werden künftig den Angaben zufolge in den Zentren Lodz (Polen) und Pilsen (Tschechien) bearbeitet.

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Dort landen schon jetzt rund zwei Drittel der zurückgeschickten Waren aus der Otto Group. Auch Konkurrenten wie Amazon oder Zalando bearbeiten ihre Retouren in Osteuropa.