Online-Hofladen

Frischepost befüllt nun „intelligente“ Kühlschränke

Die beiden Gründerinnen der Frischepost:Juliane Willing (l.) und Eva Neugebauer mit einer ihrer Lieferkisten vor einem der Elektro-Transporter.

Die beiden Gründerinnen der Frischepost:Juliane Willing (l.) und Eva Neugebauer mit einer ihrer Lieferkisten vor einem der Elektro-Transporter.

Foto: Michael Rauhe

Nachfrage von Privatkunden stieg während der Corona-Krise auf das Achtfache. Wie das neue Angebot funktioniert.

Hamburg. Vor der Corona-Krise machte Frischepost 70 Prozent des Umsatzes mit Geschäftskunden. Mit dem Lockdown gingen die Erlöse in dem Segment für den Online-Hofladen schlagartig zurück. Dafür erhöhte sich die Nachfrage von Privatkunden mittlerweile auf das Achtfache. Zum Jahresende rechnet das Start-up nun aber wieder mit einem Anstieg im Firmenkundengeschäft, wenn mehr Leute ins Büro zurückkehren, und bietet ein neues Angebot an: einen „intelligenten“ Kühlschrank, der täglich mit belegten Brötchen, Salaten und Bowls bestückt wird.

Kunden müssen sich dafür eine App herunterladen. Dann wird ein QR-Code am Kühlschrank gescannt, um ihn öffnen zu können. Die Herausnahme des Essens wird durch eine RFID-Technologie erfasst, automatisch in der App gespeichert und bargeldlos über eine hinterlegte Bankverbindung bezahlt. Man biete damit „eine kontaktlose Kantine mit gesunden Lebensmitteln, in der sich Mitarbeiter ihre Mahlzeiten eigenständig kaufen können“, sagte Frischepost-Gründerin Eva Neugebauer: „Das Feedback ist durchweg positiv.“ Nur der Kühlschrank müsse noch per Hand geöffnet werden, auf Servicepersonal kann aber verzichtet werden. Je nach Bestellwert erhebt Frischepost eine Servicepauschale von 99 bis 299 Euro pro Woche. Großkunden wie Sopra und Albis nutzten den Service bisher, hieß es.

( woh )

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