Hamburger Unternehmen

Jungheinrich kauft sich bei Start-up für Lagerroboter ein

Lars Brzoska ist seit September 2019 Vorstandschef von Jungheinrich mit weltweit 18.000 Mitarbeitern.

Lars Brzoska ist seit September 2019 Vorstandschef von Jungheinrich mit weltweit 18.000 Mitarbeitern.

Foto: Andreas Laible

Software-Spezialist Magazino soll die automatischen Lagergeräte des Gabelstaplerhersteller intelligenter machen.

Hamburg. Gabelstapler, die wie von Geisterhand durch ein Warenlager kurven und ohne menschliche Hilfe eine Palette dorthin bringen, wo sie hinsoll, hat der Hamburger Hersteller Jungheinrich schon seit Jahren in der Verkaufsliste. Die Automatisierung ist das Megathema in der sogenannten Intralogistikbranche.

Nun haben sich die Hamburger in ein Unternehmen eingekauft, das dabei schon sehr weit ist: Jungheinrich beteiligt sich am Robotik-Start-up Magazino aus Dingolfing bei München, teilten die Unternehmen mit. Nach Abendblatt-Informationen lässt der Konzern sich das 8,5 Millionen Euro kosten. Wie viel Prozent der Anteile die Hamburger dafür bekommen, dazu schweigen die Firmen.

Jungheinrich-Vorstandschef spricht von „strategischer Investition“

Jungheinrich-Vorstandschef Lars Brzoska spricht von einer „strategischen Investition“ und sagt: „Die Beteiligung wird einen wesentlichen Beitrag zum beschleunigten Ausbau unseres Geschäftes mit automatisierten Fahrzeugen leisten.“ Magazino gilt als Software-Spezialist für mobile Robotik und soll nun Jungheinrichs automatische Lagergeräte intelligenter machen.

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Ein von Magazino auf den Markt gebrachter Lagerroboter ist bereits bei Onlinehändlern im Einsatz – und so schlau und präzise, dass er aus einem Stapel Schuhkartons im Regal den richtigen greifen und beim Versand abliefern kann. Das beeindruckt auch andere große Firmen: Die Hamburger Körber AG, der Onlinehändler Zalando und der Logistiker Fiege haben sich bereits Anteile am Start-up aus Bayern gesichert.