Umfrage

Hamburger werfen besonders häufig Lebensmittel weg

Blick in eine Mülltonne: In Hamburg gehen die Menschen sehr verschwenderisch mit Lebensmitteln um. (Symbolbild)

Blick in eine Mülltonne: In Hamburg gehen die Menschen sehr verschwenderisch mit Lebensmitteln um. (Symbolbild)

Foto: Patrick Pleul / dpa

Laut einer Umfrage gehen nur die Saarländer mit Nahrung noch verschwenderischer um als die Menschen in der Hansestadt.

Hamburg.  Lebensmittelverschwendung ist seit Längerem ein heiß diskutiertes Thema in Deutschland. So kann es kaum verwundern, dass die Bundesregierung sogar aktuell eine Aktionswoche für mehr Lebensmittelwertschätzung durchführt. Nach aktuellen Studien landen bundesweit pro Jahr etwa 18 Millionen Tonnen Lebensmittel in der Mülltonne.

Das entspricht 571 Kilogramm, die in Deutschland jede Sekunde verloren gehen. Dabei landen im Abfalleimer sowohl Lebensmittel, die nicht mehr für den Verzehr geeignet sind, als auch durchaus noch genießbare Produkte. Nach einer neuen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Discounters Aldi Nord schmeißen die Hamburger besonders häufig Lebensmittel weg.

So gab nicht einmal jeder zweite (47,7 Prozent) Einwohner der Hansestadt an, seltener als einmal im Monat oder sogar nie Lebensmittel zu entsorgen. Damit liegt Hamburg unter allen Bundesländern auf dem vorletzten Platz. Nur die Saarländer sind noch verschwenderischer.

Am vorbildlichsten verhalten sich die Bewohner Mecklenburg-Vorpommerns

Am vorbildlichsten verhalten sich demnach die Bewohner Mecklenburg-Vorpommerns. Hier sagten laut Umfrage 61,7 Prozent, dass sie seltener als einmal im Monat oder nie Lebensmittel in den Müll werfen würden. Schleswig-Holstein rangiert auf Rang 7 (52,6 Prozent), direkt dahinter auf Platz 8 reiht sich Niedersachsen (52,2 Prozent) ein. Bremen befindet sich auf Position 11 mit 49,2 Prozent,

Insgesamt gab rund jeder sechste Bundesbürger (16,5 Prozent) an, mindestens einmal in der Woche Essen wegzuwerfen. Die jüngere Generation geht dabei deutlich weniger sorgsam mit den Lebensmitteln um als ihre Eltern und Großeltern. Denn je jünger die Umfrage-Teilnehmer, desto kleiner wird auch der Anteil der Befragten, die Essen seltener als einmal im Monat oder sogar nie im Müll entsorgen. Bei den über 65-Jährigen sagen das 70,6 Prozent von sich. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es gerade einmal 29,9 Prozent.

Dazu passt, dass im Vergleich zu den älteren Befragten zwischen 50 und 64 (3,9 Prozent) und ab 65 Jahren (2,6 Prozent) besonders viele der jüngeren Bundesbürger zwischen 18 und 29 Jahren (14,3 Prozent) angeben, Lebensmittelverschwendung persönlich gar nicht zu vermeiden.