Führungswechsel

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hört vorzeitig auf

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer zieht sich nach sieben Jahren aus dem Amt des Arbeitgeberpräsidenten zurück.

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer zieht sich nach sieben Jahren aus dem Amt des Arbeitgeberpräsidenten zurück.

Foto: Arne Immanuel Bänsch / dpa

Ingo Kramer gibt sein Amt als mächtiger Arbeitgeberpräsident ein Jahr früher ab. Die Bundestagswahl spielt eine Rolle. Die Gründe des Rückzugs.

Berlin. An der Spitze des mächtigen Arbeitgeberverbands gibt es einen überraschenden Wechsel: Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer gibt sein Amt nach sieben Jahren vorzeitig noch Ende September ab. Als seinen Nachfolger will Kramer den Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger vorschlagen, das bestätigte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), nachdem die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ darüber berichtet hatte. Damit zieht sich Kramer zwölf Monate vor dem turnusmäßigen Ende seiner Amtszeit zurück.

Angesichts der Bundestagswahl 2021 will Kramer sein Amt vorzeitig übergeben, damit einem Nachfolger beziehungsweise einer Nachfolgerin genügend Zeit bleibe, sich einzuarbeiten und „aktiv an der Debatte über Schwerpunkte der neuen Legislaturperiode“ mitzuwirken. So begründet der 67-jährige Familienunternehmer aus Bremerhaven seinen Rückzug in einem Schreiben an die BDA-Präsidiumsmitglieder.

Arbeitgeberpräsident schlägt seinen Nachfolger vor

Kramer will der Präsidiumssitzung am 30. September vorschlagen, Rainer Dulger auf der Mitgliederversammlung im November wählen zu lassen. Dulger führt seit 2012 Gesamtmetall, den Arbeitgeber-Dachverband der Metall- und Elektroindustrie mit vier Millionen Beschäftigten.

Dazu zählen die Autoindustrie, der Maschinenbau, aber auch Eisengießereien und Medizintechnikhersteller. Im Hauptberuf ist Dulger Geschäftsführender Gesellschafter der Prominent GmbH in Heidelberg, eines mittelständischen Herstellers von Dosier- und Spezialpumpen mit 2700 Beschäftigten. (bk/dpa)