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Bauland so teuer wie noch nie – auch in Hamburg

Baukräne ragen in den Himmel. (Symbolbild)

Baukräne ragen in den Himmel. (Symbolbild)

Foto: dpa

Der Quadratmeterpreis ist in Hamburg mit knapp 1158 Euro gut sechsmal höher als der deutschlandweite Durchschnitt.

Hamburg/Wiesbaden.  Bauland in Deutschland kostet so viel wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr musste der Käufer eines freien Grundstücks auf dem Wohnhäuser, Büros oder andere Gewerbegebäude errichtet werden dürfen, für einen einzelnen Quadratmeter 189,51 Euro bezahlen, ermittelte das Statistische Bundesamt. Demnach erreichten die Baulandpreise – ebenso wie die Preise für Wohnimmobilien – ein Rekordniveau. Vor zehn Jahren war ein Qua­dratmeter Bauland bundesweit noch für durchschnittlich 122 Euro zu haben gewesen, so die Statistiker der Bundesbehörde in Wiesbaden.

Baulandkäufer in Hamburg müssen allerdings in ganz anderen Dimensionen denken. Der Quadratmeterpreis ist mit knapp 1158 Euro gut sechsmal höher als der deutschlandweite Durchschnitt. Im Bundesländervergleich ist die Hansestadt damit hinter Berlin (1328,48 Euro) das zweitteuerste Pflaster hierzulande.

Die Erklärung der Statistiker: In den beiden Stadtstaaten ist – wie in größeren Städten ganz allgemein – das Angebot gering, die Nachfrage groß. Am Ende der Rangliste stehen die drei eher dünn besiedelten ostdeutschen Bundesländer Thüringen (49,67 Euro), Sachsen-Anhalt (52,19) und Mecklenburg-Vorpommern (56,10). Auch in Schleswig-Holstein (133,15 Euro) sind die Quadratmeterpreise unterdurchschnittlich.

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Laut dem jüngsten Hamburger Immobilienmarktbericht wurden im vergangenen Jahr 964 Kaufverträge für unbebaute Grundstücke in der Stadt unterzeichnet. Ein Jahr zuvor waren es noch 1173 Verkäufe gewesen. Die insgesamt verkaufte Fläche ging sogar noch stärker zurück: Von knapp 2,68 Millionen Qua­dratmeter im Jahr 2018 auf nurmehr gut 1,64 Millionen Quadratmeter – eine Fläche, so groß wie mehr als 230 Fußballfelder. Die Durchschnittspreise stiegen laut Immobilienmarktbericht weiter an: Bei Einfamilienhausbauplätzen um durchschnittlich acht Prozent, für Geschosswohnungsbau um sieben und für Bürohausgrundstücke um zwei Prozent.