Hamburg

Verkehr: Rethebrücke erst Mitte November wieder repariert

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Martin Kopp
Eine Brücke, die wenig Freude bereitet (Archivfoto). Eigentlich sollte die Rethe-Klappbrücke den Verkehr besser fließen lassen. Doch es gibt massive Probleme, nicht nur bei den Kosten.

Eine Brücke, die wenig Freude bereitet (Archivfoto). Eigentlich sollte die Rethe-Klappbrücke den Verkehr besser fließen lassen. Doch es gibt massive Probleme, nicht nur bei den Kosten.

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Schiffsverkehr sowie Autofahrer, Lastwagen und Radfahrer betroffen. Sonderbetrieb für kommende Monate geplant.

Hamburg. Für Hamburgs Hafenwirtschaft gibt es keine guten Nachrichten: Der Schaden an der Rethe-Klappbrücke ist so groß, dass die Hafenbehörde Hamburger Port Authority (HPA) damit rechnet, an der Brücke erst Mitte November wieder den Regelbetrieb aufzunehmen.

Reparatur der der Rethe-Klappbrücke dauert zwei Monate

Grund ist, dass für den verbogenen Kolben eines Hydraulikzylinders ein Ersatzteil hergestellt werden muss. Der defekte Zylinder ist inzwischen mit einem Schwertransport zum Hersteller Montanhydraulik in Dortmund gebracht worden, wie die HPA am Donnerstag bei einem Besuch der Baustelle durch Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) bekannt gab.

Zwei Monate werde die Reparatur des Zylinders dauern, zwei Wochen dessen Einbau ins Brückenfundament.

Rethebrücke: Sonderbetrieb für Verkehr geplant

Damit Autofahrer, Lastwagen und Radfahrer nicht die ganze Zeit über große Umwege fahren müssen, wird ab morgen ein Sonderbetrieb eingerichtet. Von Montags 6 Uhr bis Dienstags 18 Uhr werden die Klappen der Brücke heruntergelassen, damit der Straßenverkehr darüber fahren kann.

Von Dienstags 18 Uhr bis Donnerstags 6 Uhr ist die Brücke dann aufgeklappt, damit Schiffe die Rethe hinauf fahren können. Anschließend wird die Brücke dann wieder bis Freitagabend 18 Uhr zugeklappt und für den Straßenverkehr freigegeben. Freitagabend bis Montagmorgen bleibt die Brücke wiederum imm aufgeklappten Zustand.

HPA: "Zwei Hebebewegungen pro Woche sind vertretbar"

Grund dieses Sonderbetriebs ist, dass nach dem Ausfall eines der zwei Klappzylinder der zweite verbleibende nicht zu sehr beansprucht werden darf. „Zwei Hebebewegungen pro Woche sind aber vertretbar“, sagte Christine Muruszach, verantwortliche Leiterin für die landseitige Infrastruktur bei der HPA.

Der Bahnverkehr ist nicht betroffen. Er läuft über eine eigene Bahnbrücke, die parallel zur Straßenbrücke verläuft.

Gesamtkosten liegen bereits bei 227,1 Millionen Euro

Die Retheklappbrücke ist eine wichtige Verbindung für den Hafenverkehr in Richtung Süden und dient zugleich als Entlastung für die stark befahrene Köhlbrandbrücke. Bisher liegen die Gesamtkosten für die neue Rethebrücke, die 2017 die alte Rethe-Hubbrücke ablöste, bereits bei 227,1 Millionen Euro – 46 Millionen Euro jenseits des zuletzt geplanten Volumens. Die Kosten für die anstehende Reparatur sind dort noch nicht eingerechnet.

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