Altersvorsorge

Höhe der Rente: Online-Portal für bessere Übersicht geplant

In Rente gehen vor 63 Jahren – so wird es möglich

Wer lange und hart gearbeitet hat, freut sich auf den Ruhestand – endlich ausschlafen, reisen oder sich ausgiebig um die Enkel kümmern. Zwei Modelle machen den Austritt noch vor 63 Jahren möglich.

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Das Kabinett hat eine digitale Rentenübersicht beschlossen, die alle Ansprüche zeigen soll. Doch Nutzer müssen sich noch gedulden.

Berlin.  Damit Menschen hierzulande künftig einen besseren Überblick zum Stand ihrer individuellen Alterssicherung erhalten, hat das Bundeskabinett die Einrichtung einer digitalen Rentenübersicht beschlossen. Geplant ist ein Online-Portal, das alle Ansprüche aus gesetzlicher, privater und betrieblicher Vorsorge bündelt und so leichter abrufbar macht.

„Wir wollen den Kenntnisstand der Bürgerinnen und Bürger über ihre eigene Altersvorsorge verbessern. Denn nur wer Bescheid weiß, kann gut vorsorgen“, sagte Sozialminister Hubertus Heil (SPD). Die Ansprüche aus gesetzlicher, privater und betrieblicher Vorsorge würden künftig „einfach und auch für Laien nachvollziehbar auf einem Online-Portal abrufbar sein“.

Aktuell ist das System in Deutschland doch recht unübersichtlich und kompliziert: Verschiedene Träger für die jeweiligen Altersleistungen informieren jeweils in eigener Form über Zwischenstände.

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Digitale Rentenübersicht voraussichtlich ab 2023

Ob und wie gut die Zusammenführung der unterschiedlichen Informationen funktioniert, soll zunächst in einem Modellprojekt getestet werden. Tatsächlich nutzen können, sollen Bürgerinnen und Bürger das Portal voraussichtlich erst ab dem Jahr 2023. Zu diesem Zweck soll bei der Deutschen Rentenversicherung eigens eine „Zentrale Stelle für die Digitale Rentenversicherung“ geschaffen werden.

Die Träger der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Alterssicherung und Experten für Verbraucherschutz werden nach Angaben des Arbeitsministeriums ebenfalls eingebunden, um das Projekt zusammen mit dem Bundesfinanzministerium voranzutreiben. (dpa/afp/elik)

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