Schenefeld

Warnstreik bei Harry Brot: Bäcker wollen höheren Lohn

Harry Brot in Schenefeld: Am Dienstag wird in der Großbäckerei gestreikt.

Harry Brot in Schenefeld: Am Dienstag wird in der Großbäckerei gestreikt.

Foto: Andreas Laible

Die NGG fordert für die Beschäftigten 6,2 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Bislang habe der Arbeitgeber noch kein Angebot vorgelegt.

Schenefeld.  Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat für den heutigen Dienstagmorgen ab 4 Uhr zu einem Warnstreik bei der Großbäckerei Harry Brot in Schenefeld aufgerufen. Damit soll der Druck in der laufenden Tarifrunde erhöht werden.

Die NGG fordert eine Steigerung der Löhne und Gehälter für die Beschäftigten um 6,2 Prozent. Bislang habe der Arbeitgeber noch kein Angebot vorgelegt, hieß es. Harry-Brot hat bundesweit neun Produktionsstandorte mit mehr als 4300 Mitarbeitern. In Schenefeld sind es knapp 900. Der Tarifvertrag war Ende März gekündigt worden.

NGG: Brotindustrie hat viel geleistet

„Aufgrund der Corona-Pandemie haben die Verhandlungen sehr spät begonnen, jetzt warten die Beschäftigten aber lange genug auf eine Tariferhöhung“, sagte Silke Kettner, Geschäftsführerin der Gewerkschaft NGG in der Region Hamburg/Elmshorn. Die Brotindustrie gehöre zu den systemrelevanten Betrieben der Lebensmittelindustrie, die in den vergangenen Monaten Überstunden geleistet, Sonderschichten gefahren und hohe Flexibilität gezeigt habe. „Jetzt wollen wir ein faires Einkommen für gute Arbeit“, so die Gewerkschaftlerin.

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Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 10. September geplant. Zum Tarifgebiet gehören Betriebe der Brot- und Backwarenindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein.