Auch Hamburg betroffen?

Aus für 14 Filialen von Media Markt und Saturn

Eine Media-Markt-Filiale.
Beim Elektronikhändler Ceconomy sollen bis zu 3500 Stellen wegfallen (Symbolbild).

Eine Media-Markt-Filiale. Beim Elektronikhändler Ceconomy sollen bis zu 3500 Stellen wegfallen (Symbolbild).

Foto: picture alliance

Einbruch wegen Corona: Damit verbunden ist der Abbau von bis zu 3500 Arbeitsplätzen. Was die Schließungen für Hamburg bedeuten.

Hamburg.  Der Aufsichtsrat von Ceconomy hat der Neuausrichtung des Elektronikhändlers zugestimmt. Die Strukturen des Konzerns mit seinen Ketten Media Markt und Saturn sollen vereinheitlicht werden, entschied das Kon­trollgremium. Damit verbunden ist der Abbau von bis zu 3500 Stellen – früheren Angaben zufolge vorwiegend im europäischen Ausland. Wegen des Einbruchs der Geschäfte im Zuge der Corona-Pandemie sollen 14 Läden geschlossen werden.

Diese Märkte könnten auf absehbare Zeit nicht wieder in die Gewinnzone geführt werden, teilte eine Unternehmenssprecherin dem Abendblatt mit: „Für Deutschland wird es sich dabei lediglich um drei Märkte und damit ganz klar um wenige Einzelfälle handeln.“

Ceconomy betreibt in Hamburg sechs Media-Märkte und fünf Saturn-Geschäfte. Nach Abendblatt-Informationen sollen sie nicht betroffen sein, auch wenn die Sprecherin dies offenließ: „Da für die konkrete Umsetzung auch eine Abstimmung, unter anderem mit Arbeitnehmervertretern und Angestellten erforderlich ist, bitten wir um Verständnis, dass wir uns derzeit nicht dazu äußern möchten, um welche Märkte es sich dabei handelt.“

Einheitliche Führungsstrukturen im Mittelpunkt der Neuorganisation

Im Mittelpunkt der Neuorganisation stünden über alle Länder hinweg einheitliche Führungsstrukturen und standardisierte Prozesse und Abläufe, teilte der SDax-Konzern mit. Ceconomy wurde bislang sehr dezentral geführt. Die Arbeitsplätze sollen in den kommenden 24 bis 36 Monaten wegfallen, und die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen sollen „zeitnah“ beginnen.

Lesen Sie auch:

Im dritten Geschäftsquartal ging der Umsatz um zehn Prozent auf rund 4,1 Milliarden Euro zurück. Ausschlaggebend waren die staatlich angeordneten Ladenschließungen im April. Im Mai und Juni lagen die Erlöse über Vorjahresniveau. Wichtigster Wachstumsträger war das Onlinegeschäft, das im dritten Quartal um rund 143 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro wuchs. Dennoch fiel der Verlust mit 104 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr.