Wirtschaft

Hamburgs Hafen will Handel mit Vietnam ausweiten

Am Eurogate im Hamburger Hafen werden Containerschiffe be- und entladen (Symbolbild).

Am Eurogate im Hamburger Hafen werden Containerschiffe be- und entladen (Symbolbild).

Foto: picture alliance

Es handelt sich um das größte Abkommen mit einem Entwicklungsland, das je geschlossen wurde. Vor allem Maschinen und Elektronik.

Hamburg. Der Hamburger Hafen wird vom neuen Freihandelsabkommen der EU mit Vietnam im besonderen Maße profitieren. Das geht aus einer Mitteilung des Hafenmarketings hervor. Mit dem Abkommen, das am Wochenende in Kraft getreten ist, fallen Import- und Exportzölle auf mehr als 90 Prozent der Waren im Handel mit Vietnam weg.

Es handelt sich um das größte Abkommen mit einem Entwicklungsland, das je geschlossen wurde. Bereits im vergangenen Jahr konnte der Hamburger Hafen mit 106.000 Standardcontainern (TEU) 15 Prozent mehr Waren im Austausch mit Vietnam umschlagen als im Vorjahr. Mit dem Freihandel gibt es neue Marktanreize zum Ausbau der Transporte.

Derzeit verbinden fünf Liniendienste den Hamburger Hafen mit Vietnam

Über den Hamburger Hafen kommen vor allem Maschinen und elektronische Erzeugnisse wie Haushaltsgeräte aus Vietnam nach Deutschland, ebenso chemische Produkte, Metalle und Holzwaren. Hamburg liefert im Gegenzug vor allem Papier sowie Nahrungs- und Genussmittel. Derzeit verbinden fünf Liniendienste den Hafen mit Vietnam. Zwei davon sind Containerdienste, die mit Großschiffen mit einer Stellplatzkapazität von 14.000 Standardcontainern betrieben werden.

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Sie laufen vor allem die Terminals des wirtschaftlichen Zen­trums Ho Chi Minh City an. Die drei Mehrzweckdienste, mit denen auch Projektladung und konventionelles Stückgut transportiert werden, laufen sowohl Ho Chi Minh City wie auch Haiphong, den Hafen der Hauptstadt Hanoi, an. Vietnam versucht sich derzeit als attraktiver Produktionsstandort in Südostasien zu positionieren. Das Land investiert deshalb umgerechnet 3,2 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Häfen.