Sommerferien

Hamburger Flughafen erwartet einen Ferienstart „light“

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Wolfgang Horch
Eine KLM-Maschine beim Start auf dem Hamburger Flughafen. Bald sollen wieder 70 Ziele von Fuhlsbüttel aus direkt angeflogen werden.

Eine KLM-Maschine beim Start auf dem Hamburger Flughafen. Bald sollen wieder 70 Ziele von Fuhlsbüttel aus direkt angeflogen werden.

Foto: Michael Rauhe

Airport erwartet weniger als ein Zehntel der Passagiermenge aus dem Vorjahr – aber das Streckenangebot steigt langsam wieder.

Hamburg. Am Donnerstag beginnen in Hamburg die Sommerferien, am Montag in Schleswig-Holstein. Traditionell heißt das für den Helmut-Schmidt-Flughafen in Fuhlsbüttel Hochsaison – in Corona-Zeiten sind die Dimensionen allerdings andere.

Vor einem Jahr meldete Hamburg Airport für die ersten fünf Ferientage den Start von rund 1050 Flugzeugen mit zusammen rund 145.000 abfliegenden Urlaubern. Am Hauptreisetag, dem 1. Juli 2019, standen allein 229 Abflüge auf dem Programm. In diesem Jahr rechnet der Flughafen an den ersten fünf Tagen zusammen mit etwa 350 Starts und Landungen – also sozusagen mit einem Ferienstart „light“.

Hamburger Flughafen: "Es geht schrittweise aufwärts"

Der Luftverkehr befinde sich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau, sagte Katja Bromm, Sprecherin von Hamburg Airport. „Wir rechnen zum Ferienstart bei den Passagierzahlen mit weniger als einem Zehntel des Vorjahres.“ Jeden Tag sollen insgesamt 70 bis 80 Flugzeuge starten und landen, mehr als 5000 an- und abreisende Passagiere werden in den Terminals erwartet.

Das klingt nach wenig, allerdings waren es im tiefsten Tal der Corona-Krise im April und Mai teilweise zusammen nur gut ein Dutzend Abflüge und Ankünfte pro Tag und nur wenige hundert Fluggäste. „Wenn man bedenkt, dass wir zeitweise einen Rückgang um 99 Prozent hinnehmen mussten, geht es nun schrittweise wieder aufwärts“, sagte Bromm.

Das sollten Reisende am Hamburg Airport beachten:

  • Vor dem Flug rechtzeitig über die aktuell gültigen Reisebestimmungen und den Flugstatus informieren.
  • In den Terminals, den Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr besteht Maskenpflicht. Auch an Bord vieler Airlines ist dies Pflicht. Automaten mit Mund-Nasen-Bedeckungen stehen unter anderem direkt an der Zentralen Sicherheitskontrolle (Airport Plaza).
  • Handdesinfektionsspender finden Reisende in allen Sanitäranlagen des Flughafens sowie in den Terminals und auf der Pier. An Selbstbedienungsautomaten an der Zentralen Sicherheitskontrolle und im Gate-Wartebereich können sie Mund-Nasen-Bedeckungen (für zwei Euro) sowie Hygienetücher und -sprays für die Reise erwerben.
  • Für den kontaktlosen Check-in stehen der mobile Check-in Ihrer Fluggesellschaft sowie die Check-in- und Self-Bag-Drop-Automaten am Flughafen zur Verfügung.
  • Am Flughafen muss der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Passagieren eingehalten werden. Abstandsmarkierungen auf dem Boden helfen dabei.
  • Auch an der Sicherheitskontrolle geben Bodenmarkierungen den Sicherheitsabstand vor. Pro Person darf aktuell nur ein Handgepäckstück mit durch die Sicherheitskontrolle genommen werden. Kleine Handtaschen und Laptoptaschen sind zusätzlich zu einem Handgepäckstück gestattet.
  • Die Markierungen auf den Wartebänken erinnern daran, mit genügend Abstand zu Mitreisenden zu sitzen.

Flugangebot soll um 75 Prozent steigen

Eine Reihe von Fluggesellschaften hat in den vergangenen Wochen angekündigt, ihr Streckenangebot mit den Sommerferien wieder hochzufahren. Der Airport rechnet damit, dass bis Mitte Juli das Flugangebot um 75 Prozent steigen wird. Die Zahl der Ziele sollen von derzeit etwa 40 auf mehr als 70 steigen.

Zuletzt kündigte Eurowings an, zwei weitere Ziele ab Fuhlsbüttel in den Flugplan aufzunehmen. Erstmals werde man in diesem Sommer „im großen Stil“ die Schwarzmeerküste Bulgariens anfliegen, teilte die Billigfluggesellschaft der Lufthansa mit. Aus Fuhlsbüttel gehe es sowohl nach Warna als auch nach Burgas.

Die ersten Flüge gibt es laut Eurowings-Homepage am 9. Juli. Bulgarien sei von der Corona-Pandemie im Vergleich zu anderen Ländern weniger stark betroffen gewesen, hieß es. Seit dem 15. Juni gebe es dort auch in geschlossenen Räumen keine Maskenpflicht mehr.

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