Corona

Weinhändler Hawesko erhöht die Dividende

Hawesko-Chef Thorsten Hermelink (l.) und Finanzvorstand Raimund Hackenberger in der Winebank in Hamburg.

Hawesko-Chef Thorsten Hermelink (l.) und Finanzvorstand Raimund Hackenberger in der Winebank in Hamburg.

Foto: Thorsten Ahlf / FUNKE Foto Services

Weil derzeit die Umsätze und die Gewinne stark zurückgehen, sinkt für viele Aktionäre die Dividende. Hawesko macht es anders.

Hamburg.  Weil in der Corona-Krise die Umsätze und die Gewinne stark zurückgehen, müssen sich die Aktionäre vieler börsennotierter Unternehmen mit einer niedrigeren Dividende zufriedengeben als ursprünglich geplant. Unter anderem der Medienkonzern ProSiebenSat.1 und der Autozulieferer Continental haben zuletzt vorgeschlagen, einen geringeren Anteil des Gewinns aus dem Jahr 2019 an die Anteilseigner auszuschütten als es das Management erst wenige Wochen zuvor vorgeschlagen hatte. Beim Bremer Raumfahrtkonzern OHB sollen die Aktionäre nun sogar ganz leer ausgehen. Die Unternehmen benötigen das Geld selbst, um die Folgen der Pandemie besser bewältigen zu können.

Der Hamburger Weinhandelskonzern Hawesko geht nun überraschend einen ganz anderen Weg. Die Aktionäre sollen – trotz Corona – sogar einen höheren Gewinnanteil erhalten. Das Management hatte Ende April 1,30 Euro Dividende vorgeschlagen. Stattdessen sollen es jetzt aber 1,75 Euro sein.

Vorstand und Aufsichtsrat hätten eine Sonderdividende beschlossen, hieß es. „Die Corona-Folgen lassen nach, die Liquiditätslage entwickelt sich gut“, sagte Vorstandschef Thorsten Hermelink. Die Hawesko-Aktie legte seit Mitte März von 22,30 auf zuletzt knapp 35 Euro zu.

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Zum Unternehmen gehört die Kette Jacques Weindepot. Während sich die Hawesko-Onlineshops infolge des Lockdown gut entwickelten, brach das Geschäft mit Gastronomen ein.

( hs )

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