Hamburg

Nivea-Hersteller Beiersdorf stellt Bilanz am Telefon vor

Dosen mit Nivea-Creme sind im Produktionswerk der Beiersdorf AG zu sehen.

Dosen mit Nivea-Creme sind im Produktionswerk der Beiersdorf AG zu sehen.

Foto: dpa

"Effizienter und einfacher" solle das Hamburger Unternehmen werden. Präsenzveranstaltung wegen Coronavirus abgesagt.

Hamburg. Nach einem "Übergangsjahr" will der Nivea-Hersteller Beiersdorf seinen weiteren Weg im Kosmetik- und im Konsumgütermarkt abstecken. "Wir müssen ein schnelleres, effizienteres und einfacheres Unternehmen werden", hatte Vorstandschef Stefan de Loecker zur Vorjahresbilanz angekündigt und will Wachstumsmärkte in Asien (Bangladesch, Myanmar) stärker in den Fokus nehmen.

Präsenzveranstaltung wegen Coronavirus abgesagt

Wegen des sich ausbreitenden neuartigen Coronavirus hat Beiersdorf heute auf eine Präsenzveranstaltung verzichtet, um seine Bilanz 2019 vorzustellen. Stattdessen können sich Journalisten zu einer Telefonkonferenz einwählen.

Außerdem will der Konzernchef Beiersdorf noch stärker auf Hautpflege ausrichten. So wird das Unternehmen für 220 Millionen Euro ein neues Werk für die traditionsreiche Kosmetikmarke Florena in Seehausen bei Leipzig bauen und die bisherige Anlage am Stammsitz im sächsischen Waldheim in wenigen Jahren aufgeben.

Beiersdorf erwarb "Stop the Water while using me!"

Außerdem ist ein Schritt in den Naturkosmetik-Markt erfolgt. Beiersdorf hat das kleine Hamburger Unternehmen "Stop the Water while using me!", das seine Produkte an gut 150 Design-Hotels und 350 Läden vertreibt, übernommen. Es wird aber weiter unabhängig geführt.

Der Beiersdorf-Umsatz stieg 2019 vorläufigen Konzern-Berechnungen zufolge um 5,8 Prozent auf 7,65 Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe lag das Plus bei 4,1 Prozent - und damit im Rahmen der Prognose von 3 bis 5 Prozent Wachstum. Das Klebstoffgeschäft Tesa schwächelte weiter und verzeichnete wegen des schwierigen Marktumfeldes nur ein leichtes Wachstum von bereinigt 0,8 Prozent.