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Berenberg-Analyse schickt Fielmann-Aktie auf Talfahrt

In den vergangenen Monaten entwickelte sich das Geschäft der Optikerkette Fielmann gut – die Aktie stieg rasant. Am Freitag ging es dann bergab.

In den vergangenen Monaten entwickelte sich das Geschäft der Optikerkette Fielmann gut – die Aktie stieg rasant. Am Freitag ging es dann bergab.

Foto: Andreas Laible

Kurs fällt deutlich am Freitag. Doch es gibt auch positive Stimmen. Hamburger Optiker legt nächste Woche Zahlen für 2019 vor.

Hamburg. Die vergangenen zwölf Monate waren für Fielmann-Aktionäre mehr als erfreulich. Um fast 30 Prozent ging es für das Papier der Hamburger Optikerkette nach oben. Stand der Kurs vor zwölf Monaten noch bei rund 59 Euro, war die Aktie am Donnerstagnachmittag bereits mehr als 75 Euro wert. Erst am Mittwoch hatte Volker Bosse, Analyst der Baader Bank, der Aktie noch Auftrieb gegeben, als er sie als „Kauf“ bestätigte und sogar das Kursziel von 75 auf 80 Euro heraufsetzte. Als Gründe nannte er das „Wachstumspotenzial“ und die „stabilen Dividendenzahlungen“. Doch am Freitagfrüh war es mit dem Höhenflug plötzlich vorbei.

Innerhalb weniger Minuten stürzte der Kurs um fast acht Prozent ab, lag zeitweise bei 69,25 Euro. Danach erholte er sich wieder leicht. Der Grund für den Absturz: Berenberg-Analyst Graham Renwick hatte einen umfangreichen Bericht zu Fielmann vorgelegt und kam zu dem Schluss: Anleger sollten das Papier verkaufen, denn es sei aus seiner Sicht bereits mit 57 Euro fair bewertet.

Die Begründungen kommen zwar eher recht allgemein daher. So heißt es in dem Bericht, dass der Wettbewerb in der Augenoptikerkette zunehme und Fielmanns geplante Expansion im Ausland mit höheren Risiken verbunden sei. Den Anlegern reichte dies aber offensichtlich aus, um nervös zu werden.

Berenberg-Analyst war schon früher skeptisch

Wahrscheinlich dürften bei dem einen oder anderen Aktionär Erinnerungen an den Sommer 2018 wach geworden sein, als der Kurs – nach einer Gewinnwarnung – von 70 auf unter 50 Euro abgestürzt war. Schon damals legte übrigens Graham Renwick von Berenberg eine Studie mit ähnlichen Aussagen wie heute vor und senkte das Kursziel von 73 auf 57 Euro.

In den Monaten danach kletterte der Kurs allerdings stetig nach oben – bis eben Renwick am Freitagfrüh nachlegte. Wie es nun weitergeht? Am nächsten Donnerstag will Fielmann vorläufige Zahlen für 2019 vorlegen. Dann dürften die Anleger schlauer sein.