Paketservice

Hamburgs Bahnhöfe erhalten intelligente Schließfächer

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Hanna-Lotte Mikuteit
Noch sind die intelligenten Schließfächer der Deutschen Bahn am Bahnhof Altona von einer Plastikfolie verhängt.

Noch sind die intelligenten Schließfächer der Deutschen Bahn am Bahnhof Altona von einer Plastikfolie verhängt.

Foto: Hanna-Lotte Mikuteit

Projekt "Hamburg Box": Pendler können sich Pakete dorthin liefern lassen. 17 Stationen sollen ausgerüstet werden.

Hamburg. Noch liegt über der neuen Service-Offensive der Deutschen Bahn in Hamburg eine dicke, schwarze Plastikfolie. Darunter lassen sich grasgrüne Metallboxen erkennen. Nachdem in den vergangenen Wochen unter anderem auf dem Bahnhof Altona direkt neben den Gepäckschließfächern ein geheimnisvoll verhüllter Kasten aufgetaucht ist, fragen sich Beobachter, was es damit auf sich hat. Auf Anfrage des Abendblatts bestätigte die Firma jetzt, dass es sich dabei um ein neues System von intelligenten Schließfächern handelt.

„Die Deutsche Bahn möchte ihren Reisenden und Besuchern am Bahnhof einen zeitsparenden und bequemen Empfang von Waren auf den alltäglichen Wegen ermöglichen“, sagte Sprecherin Franziska Hentschke.

Hamburger Bahnhöfe: Pakete ins Schließfach liefern lassen

Kunden können sich beispielsweise rund um die Uhr Pakete oder Lebensmittel dorthin liefern lassen. Weitere Details zu Handhabung oder Kosten nannte sie nicht. Nur so viel: Das Modellprojekt läuft unter dem Namen Hamburg Box.

Bei den Schließfächern handelt es sich um sogenannte Smart Locker, die anbieterübergreifend genutzt werden können. Kurz nach einem Abendblatt-Bericht im Dezember hatte der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter via Facebook verraten, dass „17 Smart Locker an U-, S- und Regionalbahn-Stationen“ in Hamburg geplant seien.

Die Inbetriebnahme war zunächst für Januar vorgesehen. Daraus wurde nichts. Die Bahnsprecherin machte keine Angaben zu den Gründen für die Verzögerung und einem (neuen) Starttermin.

Bahnhöfe sollen Anziehungspunkte für urbanes Leben werden

Das Projekt ist Teil der „Smart City“-Initiative, die die Bahnhöfe stärker „als Anziehungspunkte für urbanes Leben“ etablieren will. Im September wurde ein sogenanntes „Smart City Memorandum of Understanding“ mit der Stadt Köln und dem Nahverkehr Rheinland beschlossen. Ein ähnliches Abkommen gibt es auch mit Hamburg. „Die Bahn ist daran interessiert, das Thema intelligente Schließfächer an Bahnhöfen voranzutreiben“, so Hentschke.

Nach Infos des Branchendienstes Supermarktblog handelt es sich bei der Hamburg Box um ein Pilotprojekt von Hochbahn, Bahn und ParcelLock, einer Gemeinschaftsfirma von Hermes, DPD und GLS für gemeinschaftlich nutzbare Paketstationen.

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