Statistikportal

Statista schafft 100 neue Jobs in Hamburg

Friedrich Schwandt (links) und Tim Kröger sind Gründer des Hamburger Statistikportals Statista. Kröger scheidet nun als Geschäftsführer aus, bleibt aber im Unternehmen.

Friedrich Schwandt (links) und Tim Kröger sind Gründer des Hamburger Statistikportals Statista. Kröger scheidet nun als Geschäftsführer aus, bleibt aber im Unternehmen.

Foto: Roland Magunia

Das Hamburger Unternehmen plant ein starkes Wachstum. In der Geschäftsführung kommt es zu einem Wechsel.

Hamburg.  Wie hat sich das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in den vergangenen Jahren entwickelt? Wer sind die umsatzstärksten Fußball-Clubs der Welt? Wie viele Millionen Zuschauer hatten die ersten Folgen des Dschungelcamps? Wer die Antworten auf solche Fragen im Internet sucht, landet häufig bei Statista. Seit seiner Gründung 2007 hat sich das Unternehmen in Hamburg einen Namen als Zahlenlieferant gemacht, wuchs kräftig – und will auch in Zukunft deutlich zulegen.

Das Statistikportal mit Sitz am Johannes-Brahms-Platz beschäftigt heute weltweit mehr als 700 Mitarbeiter. In der Hansestadt sind es gut 500 Beschäftigte. In diesem Jahr soll es einen Aufbau von 100 Jobs geben. „Die 100 neuen Arbeitsplätze werden zu 75 Prozent am Standort Hamburg geschaffen“, sagte Gründer und Chef Friedrich Schwandt.

Hubert Jakob ersetzt Tim Kröger als Geschäftsführer

An seiner Seite als Geschäftsführer hat es einen Wechsel gegeben. Mitgründer Tim Kröger trat von dieser Führungsrolle zurück, bleibt aber bei Statista. Er wird sich künftig als Chief Innovation Officer auf die Weiterentwicklung von Plattform und Produkte konzentrieren. „Tims Familie lebt in Berlin, und so kann er etwas mehr Zeit in Berlin verbringen“, sagte Schwandt. An Krögers Stelle tritt Hubert Jakob, der das Unternehmen ebenfalls mitgegründet hat. „Vor dem Hintergrund unserer ehrgeizigen Geschäftsziele passt Hubert perfekt in die Rolle als Chief Operating Officer (COO) und Vorstandsmitglied“, sagte Schwandt.

In den nächsten Jahren wolle man ein jährliches Wachstum von 20 bis 30 Prozent erreichen. Im Jahr 2018 lagen die Erlöse aus Verkäufen bei mehr als 55 Millionen Euro. Zwar ist ein Teil der Statistiken kostenlos. Wer aber umfangreiches Material haben will, muss dafür bezahlen. Ein Single-Account kostet 49 Euro im Monat.

Kunden sind Unilever, Porsche, Otto – und der Bundestag

Firmen müssen ab 575 Euro im Monat zahlen. Zu den Kunden gehören laut Unternehmenshomepage Unilever, Porsche, Otto, Google und der Deutsche Bundestag. 70 Prozent der Erlöse werden mittlerweile außerhalb Deutschlands erzielt. Die Hamburger sind auf vier Kontinenten vertreten und unterhalten zehn Bürostandorte.

Das Produktportfolio und die Inhalte sollen erweitert werden. Beispielsweise soll das Angebot der Marktausblicke vergrößert werden. Analysiert werden dabei Umsätze, Entwicklungen und dahinterstehende Treiber. Untersucht werden zum Beispiel Konsumentenmärkte wie Zahnpasta, Bier, Brillen, Autos und Motorräder. In Zukunft sollen produzierendes Gewerbe, Informationstechnologie, Gesundheit sowie Werbung und Medien hinzukommen. Die Unternehmensdatenbank, die bisher rund 43.000 Firmen beinhaltet, werde täglich aktualisiert und solle erweitert werden.