"Hanse Gate"

Hamburger Reederei verkauft Gebäude in Top-Lage an der Elbe

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Ein Teil des Gebäudeensembles „Hanse Gate“ an der Elbpromenade wechselt den Besitzer.

Ein Teil des Gebäudeensembles „Hanse Gate“ an der Elbpromenade wechselt den Besitzer.

Foto: Savills

Insolvenzverwalter veräußert Teil des Ensembles "Hanse Gate". Was die Immobilie so besonders macht – und welchen Haken es gibt.

Hamburg. Ein futuristischer Glasbau mit direktem Blick auf die Elbe zwischen Fischmarkt und Museumshafen Oevelgönne gelegen: Eine Hamburger Reederei hat eine fünfgeschossige Immobilie in Top-Lage verkauft. Der Insolvenzverwalter Jan H. Wilhelm und Rechtsanwalt Jan Kind von der Kanzlei HWW veräußerten einen Teil des Gebäudeensembles „Hanse Gate“ an der Elbpromenade (Neumühlen 15) aus einem Insolvenzverfahren heraus an einen von der LHI-Gruppe neu aufgelegten Spezial-AIF (Alternative Investment Funds). Das teilte das Immobiliendienstleistungsunternehmen Savills am Donnerstag mit.

Savills war während des Prozesses nach eigenen Angaben sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäuferseite beratend tätig. Das Gebäude direkt am Wasser verfügt über eine Mietfläche von rund 2700 Quadratmeter. „Die Immobilie befindet sich in exponierter Lage mit unverbaubarem Elbblick", sagte Sascha Hanekopf, Director und Head of Hamburg Office bei Savills. "Kombiniert mit seiner einzigartigen Bauweise, der durchgehenden Glasfront, der guten Anbindung und einem Vermietungsstand von aktuell knapp 80 Prozent ist sie eine vielversprechende Investition mit enormen Wertsteigerungspotenzialen.“

Immobilie "Hanse Gate" in Top-Lage verkauft

In direkter Nähe der Immobilie "Hanse Gate" befinden sich Cafés, Restaurants, der Museumshafen Oevelgönne und der Elbstrand – das biete sowohl für ansässige Unternehmen als auch für temporäre Nutzer der Tagungsräume einen attraktiven Mix aus Arbeit und Erholung, so Hanekopf.

Im Erdgeschoss des Glasbaus befindet sich ein teilbarer Tagungs- und Konferenzbereich für bis zu 180 Personen, der bei Bedarf angemietet werden kann.

Elbpromenade muss hergerichtet werden

Einziger, dafür momentan noch umso offensichtlicherer Haken an der Lage: Seit mehr als zwei Jahren ist die Promenade nur noch eingeschränkt zugänglich, nachdem enorme Schäden an der Kaimauer festgestellt worden waren. Für 20 Millionen Euro soll das Elbufer bis Ende 2022 wieder so hergerichtet werden, dass ein weiteres Absacken des Untergrundes verhindert wird.

Bei dem insolventen Besitzer handelt es sich offenbar um die Hansa Treuhand AG des Hamburger Reeders Hermann Ebel – sie war Eigentümerin des Gebäudes und ging Anfang 2017 in die Planinsolvenz. Als Insolvenzverwalter wurde Jan H. Wilhelm eingesetzt.

( coe/mk )

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