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Weniger Geschäftshäuser in Hamburg verkauft

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Steffen Preißler
Die Ärzteversorgung Niedersachsen kaufte den Bleichenhof.

Die Ärzteversorgung Niedersachsen kaufte den Bleichenhof.

Foto: dpa

Das Transaktionsvolumen sinkt 2019 um 27 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Was die Gründe für diese Situation sind.

Hamburg.  Hamburg bleibt ein gefragter Investmentmarkt für Geschäftsimmobilien, musste aber im vergangenen Jahr einen deutlichen Einbruch verzeichnen. Insgesamt wechselten Büro- und Geschäftshäuser sowie Einzelhandelsimmobilien im Wert von 4,3 Milliarden Euro den Besitzer. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz mit diesen Immobilien um 27 Prozent. „Aber das Ergebnis übertrifft den langjährigen Zehnjahresschnitt um fast ein Drittel und entspricht etwa dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre“, sagt Frank D. Albers vom Immobilienberater Colliers International.

Die Makler machen für den Rückgang vor allem fehlende Verkaufsangebote verantwortlich. „Das vorangegangene Rekordjahr mit einem Umsatz von sechs Milliarden Euro hinterließ einen ausgetrockneten Investmentmarkt“, sagt Axel Steinbrinker, Geschäftsführer des Hamburger Maklerunternehmens Grossmann & Berger. Insgesamt gab es 2019 rund 120 Transaktionen von Büroimmobilien, Geschäftshäusern, Einzelhandelsobjekten und Logistikimmobilien in der Hansestadt.

Gefragt sind auch Objekte, die noch im Bau sind

Zu den bekanntesten Objekten, die im vergangenen Jahr den Besitzer wechselten, gehört der Bleichenhof in der City. Käufer war die Ärzteversorgung Niedersachsen, die für die Ärzteversorgungen Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern bereits 2013 die mit dem Bleichenhof verbundenen Stadthöfe für 250 Millionen Euro gekauft hatten. Der Bleichenhof wechselte für rund 160 Millionen Euro den Besitzer. Verkäufer war eine britische Investmentgesellschaft. Der Bleichenhof vereint Büro-, Einzelhandels- und Gastronomieflächen und steht auf einem Erbbaugrundstück der Stadt Hamburg.

Die Hamburger Versicherung HanseMerkur kaufte den Euler Hermes Campus in Bahrenfeld von Quantum Immobilien für 166 Millionen Euro. Gefragt sind bei Investoren auch Objekte, die noch im Bau und noch nicht vermietet sind. Dazu gehört das Edge HafenCity, das von der Allianz von Edge Technologies für rund 160 Millionen Euro erworben wurde. Die Fertigstellung des Gebäudes im Quartier Elbbrücken ist für das Jahr 2022 geplant, die Bauarbeiten haben bereits im dritten Quartal 2019 begonnen.

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Gekauft werden in Hamburg vor allem Büroimmobilien, die einen Anteil von 72 Prozent an den Transaktionen des vergangenen Jahres haben. Dazu gehört auch das Economic Quartier in der City Süd. LaSalle Investment Management kaufte das Objekt im dritten Quartal 2019 von Blackrock Investment Management für rund 140 Millionen Euro. Experte Albers erwartet, dass in diesem Jahr das Transaktionsvolumen in der Hansestadt wieder ansteigen wird. „Der Appetit der Investoren nach Hamburger Immobilien hat nicht abgenommen.“

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