Hamburg

Schlucken die Spanier Hamburgs Windkraftkonzern Nordex?

Der Nordex-Konzern ist einer der großen deutschen Hersteller von Windkraftanlagen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Nordex-Konzern ist einer der großen deutschen Hersteller von Windkraftanlagen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Jens Büttner / dpa

Am Donnerstag gibt Großaktionär Acciona bekannt, wie hoch sein Anteil am Windkraft-Unternehmen künftig sein wird.

Hamburg.  Wird der Hamburger Windkraftanlagenbauer Nordex von seinem Großaktionär Acciona (derzeit 36,3 Prozent der Anteile) komplett geschluckt? Das soll am Donnerstag klar sein. Dann will der spanische Mischkonzern das Ergebnis seines Übernahmeangebots an die anderen Nordex-Aktionäre bekanntgeben.

Die zweite Angebotsfrist war am Montagabend abgelaufen. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten die Aktionäre ihre Anteilsscheine zum Preis von 10,34 Euro pro Stück an die Spanier verkaufen. Die Kartellbehörden in Deutschland und den USA haben einer Komplettübernahme von Nordex bereits die Freigabe erteilt.

Aktionäre halten sich zurück

Doch das es dazu kommt, ist eher zweifelhaft. Nach Ablauf einer ersten Frist kurz vor Weihnachten waren den Spaniern lediglich gut 107.000 Papiere und damit 0,1 Prozent des Nordex-Grundkapitals angeboten worden. Acciona war verpflichtet, ein Übernahmeangebot zu machen, nachdem der Anteil des Konzerns an dem Hamburger Unternehmen im Zuge einer Kapitalerhöhung im Herbst 2019 auf mehr als 30 Prozent angewachsen war.

Der von den Spaniern angebotene Preis pro Aktie lag allerdings nur zwei Cent über dem gesetzlichen Mindestpreis. Am Dienstag wurden Nordex-Aktien an der Börse zeitweise für mehr als 12,05 Euro gehandelt.

( hs )

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