Flughafen Hamburg

Gepäckabfertigung am Airport: Neue Konkurrenz in Fuhlsbüttel

Ein Gepäckband am Hamburger Flughafen (Archivbild).

Ein Gepäckband am Hamburger Flughafen (Archivbild).

Foto: Andreas Laible

Wieder Konkurrenz für HAM Ground Handling: Münchener Unternehmen sichert sich ab August 2020 den Auftrag für sieben Jahre.

Hamburg.  Am Hamburger Flughafen gibt es bald wieder einen zweiten Anbieter für die Flugzeug- und Gepäckabfertigung. Die Firma Aeroground – eine Tochter des Flughafens München – teilte mit, eine der beiden Lizenzen für das Erbringen von Bodenabfertigungsdiensten in Fuhlsbüttel erhalten zu haben. Ab August 2020 könne man für sieben Jahre diese Dienstleistung erbringen.

Seit dem Jahr 2000 ist der Markt für die Bodenverkehrsdienste liberalisiert. Deshalb muss es an den Flughäfen mindestens zwei Anbieter geben, aus denen die Airlines wählen können. In Fuhlsbüttel war bis zum März Wisag tätig und stieg dann aus. Die Hamburger Flughafentochter HAM Ground Handling springt seitdem ein und ist allein dafür zuständig, die im Schnitt täglich rund 30.000 Gepäckstücke zu bewegen. Der Großteil der Wisag-Beschäftigten sei in das rund 950 Mitarbeiter große Unternehmen integriert worden, sagte eine Airport-Sprecherin. Mit diesem Personalstand wolle die HAM Ground Handling auch ins Jahr 2020 gehen.

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Aeroground-Geschäftsführer Christian Stoschek freute sich über die Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf den Flughafen Hamburg: „Das ist ein wichtiger Schritt, um Aeroground als einen der führenden Ground-Handling-Anbieter im deutschsprachigen Raum zu positionieren.“ Die Firma ist neben München auch am Airport in Berlin tätig. Dort gab es vor gut zwei Jahren Ärger. Die mittlerweile insolvente Air Berlin beschwerte sich über massive Abfertigungsprobleme und forderte Schadenersatz.