Forschungsinstitut

Hamburger Hochschule plant Einstieg beim HWWI

Der Chef des Hamburger Forschungsinstituts HWWI, Henning Vöpel.

Der Chef des Hamburger Forschungsinstituts HWWI, Henning Vöpel.

Foto: Marcelo Hernandez

Absichtserklärung für engere Kooperation. Die HAW soll bis Ende 2021 Mit-Gesellschafter werden. Entscheidung am Freitag.

Hamburg.  Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) wird neu ausgerichtet. So ist geplant, dass das Institut mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg einen weiteren Mitgesellschafter bekommt. Das geht aus einer Absichtserklärung hervor, die das HWWI, die HAW und die Handelskammer unterzeichnet haben. Die Kammer ist derzeit alleiniger Träger des HWWI möchte aber andere Gesellschafter zur Unterstützung gewinnen. Entsprechende Pläne will das HWWI dem Kammerplenum am Freitag erläutern.

In der Absichtserklärung heißt es: „Die HAW Hamburg und das HWWI beabsichtigen, durch eine strategische Kooperation die Sichtbarkeit in der anwendungsorientierten Forschung und im Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken. Es ist darüber hinaus angestrebt, diese Kooperation in eine noch engere institutionelle Zusammenarbeit zu überführen, die innerhalb der nächsten zwei Jahre in eine Mit-Gesellschafterrolle der HAW im HWWI münden kann.“

HWWI schreibt wieder schwarze Zahlen

Das HWWI, das noch im Jahr 2015 ein Minus von fast 500.000 Euro erwirtschaftete, befindet sich in der finanziellen Gesundung. Seit 2017 schreibt das Wirtschaftsforschungsinstitut wieder schwarze Zahlen. In diesem, spätestens im kommenden, Jahr ist mit dem vollständigen Abbau der bilanziellen Überschuldung zu rechnen. Das geht aus dem Perspektivpapier hervor, das das HWWI dem Plenum vorstellen wird.

Der bisherige Verlauf des Jahres 2019 sei sehr erfreulich, heißt es darin. So hat das HWWI in den ersten drei Quartalen ein Ergebnis von 87.700 Euro erwirtschaftet, nach einem Minus von 30.500 Euro im Vorjahreszeitraum.

Kammer-Präsidium hat zugestimmt

„Das ist das Ergebnis harter Arbeit“, sagte der Direktor des HWWI, Henning Vöpel dem Abendblatt. Durch die Internationalisierung der Netzwerke sei es dem HWWI gelungen, zusätzliche Forschungsaufträge zu gewinnen, nicht zuletzt eine Reihe von wichtigen Vorhaben für die Europäische Union. „Wir befinden uns dadurch schon wieder im Wachstum und haben drei neue Mitarbeiter hinzugewonnen“, so Wirtschaftsprofessor Vöpel.

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Die Aussicht, mit der HAW einen weiteren Gesellschafter zu bekommen, würde zu einer weiteren Stabilisierung der Arbeit führen. „Zudem eröffnet sich damit die Chance weitere Forschungsprojekte anzuschieben.“ Das Präsidium der Handelskammer hat dem Plan bereits zugestimmt. jetzt ist das Plenum am Zug.