Weihnachten

Halten Sie mit? So viel geben Hamburger für Geschenke aus

In der Weihnachtszeit wird schon mal die Fahrbahn der Mönckeberstraße wegen des großen Ansturms für Fußgänger freigegeben (Archivfoto).

In der Weihnachtszeit wird schon mal die Fahrbahn der Mönckeberstraße wegen des großen Ansturms für Fußgänger freigegeben (Archivfoto).

Foto: Marcelo Hernandez

Händler erwarten drei Prozent mehr Umsatz im Weihnachtsgeschäft. Spielwaren und Cashmere-Artikel liegen dieses Jahr im Trend.

Hamburg.  Die Hamburger sind auch 2019 zu Weihnachten in Kauflaune. Das erste Adventswochenende hat den Einzelhändlern volle Läden und satte Umsätze beschert. „Wir sind alle sehr zufrieden“, sagt Brigitte Nolte, Geschäftsführerin des Handelsverbands Nord in Hamburg. Besonders gut läuft es für größere Unternehmen mit Online-Angebot. In diesem Jahr war der traditionelle Start ins Weihnachtsgeschäft mit dem Black Friday zusammengefallen, an dem auch stationäre Händler Rabatte von 20 Prozent und mehr anbieten. Das ist gut für die Kunden, rechnet sich aber nur bedingt. „Umsatz ist nicht gleich Gewinn“, so Nolte. Betriebswirtschaftlich seien die Preisnachlässe zu Beginn der Weihnachtszeit daher kritisch zu sehen.

Trotzdem ist der Handel auch in diesem Jahr optimistisch. Die Umsatzerwartungen wurden gerade nach oben korrigiert. In den beiden verkaufsstarken Monaten November und Dezember rechnen die Einzelhändler in Hamburg mit Erlösen von 2,8 Milliarden Euro. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurde die Jahresprognose von 2,3 auf drei Prozent angehoben. Dabei wird für Hamburg das gleiche Umsatzwachstum erwartet wie auf Bundesebene. Seit einigen Jahren ist der Anteil der Hansestadt am bundesweiten Umsatz leicht steigend und liegt in diesem Jahr bei 2,7 Prozent.

Männer sind spendabler als Frauen

Für Weihnachtsgeschenke geben die Hamburger nach einer Umfrage des Ifes-Instituts der FOM Hochschule für Ökonomie & Management im Schnitt 474,30 Euro aus. Männer sind mit 516, 70 Euro spendabler als Frauen (433,40 Euro). Das Einkaufszentrum in der Stadt behauptet mit 66 Prozent dabei knapp die Position als beliebter Einkaufsort, gefolgt vom Internet (63), Fachhandel (53) und Warenhaus (47). Nachhaltigkeit spielt nur bei knapp einem Viertel der Konsumenten eine Rolle bei der Auswahl.

Gutscheine werden laut Handelsexpertin Nolte weiterhin besonders gerne verschenkt. Auch die Spielwarenhändler erwarten ein starkes Ergebnis. Gründe: der andauernde Trend zur Familiengründung und sichere Einkommen. City-Managerin Brigitte Engler beobachtet in Hamburg, „dass Cashmere-Artikel ein Riesentrend sind“. Beliebt seien Pullover und Strickjacken, aber auch Schals, Mützen und Handschuhe.

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Sie rechnet damit, dass die Einkaufsstraßen auch an den nächsten Wochenenden gut besucht und die Einkaufstaschen voll sein werden. „Das Einzugsgebiet ist groß“, sagt Engler. Es kämen auch zunehmend Skandinavier zum Weihnachtseinkauf nach Hamburg. Wichtiger Anziehungsfaktor: „die weihnachtliche Inszenierung“ im Stadtbild. Insgesamt seien in den vergangenen drei Jahren 50 Millionen Euro in den öffentlichen Raum investiert worden. „Das zahlt sich aus.“ Anfang 2020 soll auch das neue Beleuchtungskonzept für die Mönckebergstraße fertig sein.