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Aldi Süd kündigt 580 Mitarbeitern von Regionalgesellschaften

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Aldi Süd löst zwei Regionalgesellschaften auf. Rund 580 Mitarbeitern wird gekündigt. Weitere Niederlassungen stehen auf dem Prüfstand.

Mülheim. Der Discounter Aldi Süd löst zwei Regionalgesellschaften auf und kündigt 580 Mitarbeitern. Betroffen sind die Niederlassungen in Mülheim (Nordrhein-Westfalen) und Roth (Bayern), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Bereits im Sommer hatte Aldi Süd bestätigt, dass die 30 eigenständigen Regionalgesellschaften, die jeweils für 50 bis 70 Filialen verantwortlich sind, auf den Prüfstand gestellt werden. Somit ist die Zukunft für weitere Niederlassungen in Deutschland noch ungewiss.

In Mülheim schließt Aldi Süd zum 30. April 2020 das dortige Lager. Den rund 290 betroffenen Mitarbeitern sollen nach Angaben einer Unternehmenssprecherin Ersatzarbeitsplätze im Konzern angeboten werden. Die Zentrale von Aldi Süd soll weiterhin in Mülheim bleiben. Mitarbeiter in den Filialen seien von der Auflösung der Regionalgesellschaft nicht betroffen, betonte das Unternehmen. Auch in Roth sind rund 290 Beschäftigte betroffen.

Aldi Süd will Weiterbeschäftigung für 580 Mitarbeiter prüfen

„Um die aktuelle Sortimentsentwicklung abbilden und die Regionalgesellschaften Mülheim an der Ruhr und Roth auch in Zukunft erfolgreich betreiben zu können, müssten die beiden Standorte nicht nur vergrößert, sondern auch umfangreich und mit hohem Aufwand modernisiert werden“, heißt es in einer Erklärung.

Der Discounter entschied aber, dass es wirtschaftlicher sei, die Aufgaben der beiden Regionalgesellschaften auf umliegende Einheiten zu verteilen. Das Mülheimer Logistikzentrum gilt als das kleinste im Reich von Aldi Süd und hat dem Vernehmen nach den höchsten Investitionsbedarf.

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Zu den möglichen Ersatzarbeitsplätzen teilt das Unternehmen mit: „Aldi Süd ist seinem Anspruch, ein verantwortungsvoller Arbeitgeber zu sein, verpflichtet und wird sich dafür einsetzen, die persönlichen Auswirkungen für die betroffenen Mitarbeiter in der Verwaltung und der Logistik in Mülheim und Roth so gering wie möglich zu halten. Für alle Mitarbeiter werden Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung innerhalb der Unternehmensgruppe geprüft.“

Aldi Süd beschäftigt 3000 Menschen in Mülheim

Insgesamt beschäftigt Aldi Süd am Sitz in Mülheim rund 3000 Menschen. Die zentralen Dienstleistungen wie Einkauf, IT oder Verwaltung sowie die Kaffeerösterei seien von der Umstrukturierung nicht betroffen. „Mülheim bleibt ein Standort von herausragender Bedeutung“.

In den vergangenen Jahren hat Aldi Süd im Rahmen seiner Expansionsstrategie rund 100 Millionen Euro in neue Bürogebäude in Mülheim investiert. Zur Zeit laufen noch die Bauarbeiten für ein Betriebsrestaurant und einen weiteren Bürokomplex, betont der Discounter. Weitere Standortschließungen seinen nicht geplant, erklärt eine Sprecherin.

Im September hatte Aldi Süd in Bayern die erste Filiale mit neuem Einrichtungskonzept eröffnet. Wenige Wochen zuvor hatte das Unternehmen angekündigt, den früheren Daimler-Chef Dieter Zetsche in seinen Beirat berufen zu haben.

Dieser Text ist zuerst auf waz.de erschienen.