Privatbank

Hamburger Warburg-Bank wechselt Aufsichtsräte aus

Christian Olearius verlässt den Aufsichtsrat der Warburg-Bank.

Christian Olearius verlässt den Aufsichtsrat der Warburg-Bank.

Foto: Pressebild.de/Bertold Fabricius

Christian Olearius und Max Warburg gehen. Das Geldinstitut war wegen Vorwürfen im Zuge von Cum-Ex-Geschäften in den Schlagzeilen.

Hamburg.  Wechsel im Aufsichtsrat der Hamburger Privatbank M.M. Warburg & CO. Wie das Geldinstitut am Freitagnachmittag bekanntgab, werden der Chef des Kontrollgremiums, Christian Olearius, und sein Stellvertreter, Max Warburg, ihre Mandate Ende des Jahres niederlegen. Der bisherige dritte Aufsichtsrat, Bernd Thiemann, wird zum neuen Vorsitzenden berufen.

Zudem ziehen der frühere Geschäftsführer der Unternehmensberatung Roland Berger, Burkhard Schwenker, und Rechtsanwalt Claus Nolting neu in das Kontrollgremium ein. Von Seiten der Bank hieß es, mit den Personalien solle der bereits eingeleitete Generationswechsel abgeschlossen werden. Olearius ist 77 Jahre alt.

Vorwürfe wegen Cum-Ex-Geschäften

Die Bank war in den vergangenen Monaten in den Schlagzeilen wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung im Zuge so genannter Cum-Ex-Aktiengeschäfte. Den Vorwurf hat Warburg zurückgewiesen. Beim Handel mit Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende haben Banken die Finanzämter getäuscht, indem sie sich die auf Dividenden fällige, einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mehrfach vom Staat erstatten ließen.

Auch gegen Christian Olearius wurden in diesem Zusammenhang Vorwürfe laut. Ein Banksprecher sagte dem Abendblatt: „Der Wechsel im Aufsichtsrat soll auch dazu beitragen, dass weitere Diskussionen zum Thema Cum-Ex-Transaktionen künftig von der Bank ferngehalten werden."