Hamburg

Vattenfall macht mehr Gewinn dank Hamburg-Deal

Hamburg. Der schwedische Energiekonzern Vattenfall mit seiner Niederlassung in Hamburg hat vor allem dank positiver Entwicklungen auf dem deutschen Markt eine deutliche Gewinnsteigerung verzeichnet. Unter dem Strich stand bei den Schweden im dritten Quartal ein Plus von 6,7 Milliarden schwedischen Kronen (umgerechnet rund 621 Millionen Euro) – im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 1,8 Milliarden Kronen gewesen. Wie das Unternehmen am Dienstag in Solna bei Stockholm mitteilte, betrug der Gewinn in den ersten neun Monaten des Jahres 14,4 Milliarden Kronen (2018: 8,9 Milliarden).

Ein wesentlicher Grund für die Gewinnsteigerung war die Anfang September abgeschlossene Veräußerung des Fernwärmegeschäfts in Hamburg, die allein 3,1 Milliarden Kronen in die Vattenfall-Kassen spülte. Zudem seien durch den Verkauf der deutschen Atomkraft-Produktionsrechte 1,5 Milliarden hinzugekommen, erklärte Konzernchef Magnus Hall. Vattenfall entwickle sich sowohl strategisch als auch in finanzieller Hinsicht in die richtige Richtung.

Auf dem Weg in eine fossilfreie Zukunft sind laut Hall wichtige Fortschritte bei der Abkehr von der Kohle und dem Wachstum bei den erneuerbaren Energien erzielt worden. In Hamburg betreiben die Schweden allerdings weiterhin das Kohlekraftwerk in Moorburg, was der „grünen Strategie“ des Konzerns entgegensteht. Es wird immer wieder darüber spekuliert, ob das Unternehmen das Kraftwerk veräußert. Erst kürzlich hatte Europa-Chef Tuomo Hattaka sich offen diesbezüglich gezeigt: „Wenn es um die Zukunft von Moorburg geht: Es stimmt, dass wir auch eine Verkaufs­option jetzt überprüfen.“

Vattenfalls Nettoumsatz stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal von 32 auf 35,9 Milliarden Kronen. Für die bisherigen neun Monate 2019 lag dieser Wert bei 120,2 Milliarden Kronen. Beide Kennzahlen bedeuten einen Umsatzanstieg ohne Währungs­effekte um rund zehn Prozent.