Hamburg

Beiersdorf schraubt die Erwartungen für Tesa zurück

Hamburg. Die Kosmetikprodukte der Marke Nivea haben das Geschäft des Hamburger Konsumgüterherstellers Beiersdorf in diesem Jahr besonders angetrieben. Die Dynamik schwächte sich aber insgesamt ab, das lag am geringeren Wachstum bei der Klebstofftochter Tesa, vor allem bei Kunden aus dem Automobilsektor in Nordamerika. Der Umsatz von Beiersdorf stieg in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 5,7 Milliarden Euro.

Bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe legte das Unternehmen um 4,3 Prozent zu. Für die Tesa-Sparte senkte Beiersdorf die Umsatzprognose für 2019 und geht nun lediglich noch von einem Wachstum von ein bis zwei Prozent aus, nach zuvor avisierten drei bis vier Prozent. Die Kosmetiksparte legte hingegen bereinigt um 5,1 Prozent zu. Am stärksten wuchs dabei die Luxusmarke La Prairie. Der zum September abgeschlossene Kauf der Sonnenschutzmarke Copper­tone von Bayer hatte den Angaben zufolge noch keinen Effekt auf die Umsatzentwicklung. Beiersdorf bekräftigte seine Jahresprognose. In diesem Jahr soll das Umsatzwachstum ohne Währungs­effekte sowie Zu- und Verkäufe bei etwa drei bis fünf Prozent liegen.

An der Börse kamen die Zahlen weniger gut an. Der Kurs fiel bis zum Mittag um rund ein Prozent auf 102,60 Euro. Die Reaktion der Analysten auf die nun vorgelegten Zahlen fiel dagegen unterschiedlich aus. Goldman Sachs sieht Beiersdorf weiter als „Verkauf“, Warburg Research empfiehlt den Anlegern das Papier zu halten und sagt einen Kurs von 106 Euro voraus, während JP Morgan Chase die Aktien der Hamburger bei einem Kursziel von 118 Euro sogar auf „Übergewichten“ belässt.