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Tag der Geodäsie

Schulzeit zu Ende – wohin geht die Reise jetzt?

Foto: Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung

Laserscanner, Drohne und digitaler Peiltisch – die moderne Technik kombiniert mit angewandter Wissenschaft bietet zahlreiche Möglichkeiten nach der Schulzeit.

Die nächste Entscheidung steht an: Jetzt den richtigen Schritt in Richtung Beruf gehen.

Aus vielerlei Gründen sind Jugendliche und Eltern heutzutage unsicher: Neue Berufe entstehen in einer sich schnell verändernden Arbeitswelt, Branchen brechen ein oder richten sich noch digitaler aus. Hinzukommt, dass nicht alle Studiengänge bekannt sind und der vielfältige Arbeitsmarkt kaum zu erfassen ist. Umso mehr gilt: Wer den Überblick hat, ist sicherer in der Berufswahl.

Eltern sind oft direkt oder indirekt Ratgeber, wenn es für Jugendliche um die nächsten Schritte nach der Schulzeit geht. Doch auch wenn sie sich in die Lage ihrer Kinder versetzen, ist die Entscheidung für alle Beteiligten nicht einfach.

Nach der Schule bieten sich den jungen Erwachsenen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten: Ausbildung, Studium, Praktikum, Auslandsjahr oder soziales Engagement. Sie haben Ansprüche und möchten sich wiederfinden. Die Ausbildung bzw. das Studium sollen modern sein, Spaß machen und gute berufliche Aussichten bieten.

Schon einmal etwas von Geodäsie bzw. Geoinformation gehört?

Das Berufsfeld der Geodäsie und Geoinformation bietet all dieses, ist aber nur wenigen bekannt. Es ist quasi ein Geheimtipp, wenn es um die Ausbildungs- und Berufswahl geht. Umfassende Informationen darüber gibt es bei dem bundesweiten „Tag der Geodäsie“ am 25. Mai 2019 in Hamburg-Wilhelmsburg.

Doch was ist „Geodäsie“ eigentlich genau? Was hat „Vermessung“ damit zu tun und welche Möglichkeiten haben Schulabgänger in dieser Fachrichtung?

Karten, Google Maps, Navigationsgeräte, Drohnen: Geodäsie begleitet uns schon lange im Alltag

Geodäsie ist überall zu finden. Kaum jemand weiß, dass private, wirtschaftliche und politische Entscheidungen zu ca. 80 Prozent einen räumlichen Bezug haben. Die Geodäsie begleitet uns im Alltag, ohne dass wir sie im ersten Moment wahrnehmen. Dabei verbindet sie Theorie und Praxis und schafft dadurch sichtbare Arbeitsergebnisse, wie zum Beispiel die Routendarstellung in Navigationsgeräten, die digitale Parkplatzabfrage, die Nutzung der Geocaching-App oder bei dem Einsatz von Drohnen für die Personensuche im Wasser, so wie sie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Scharbeutz verwendet.

Auch für so bedeutsame Themen, wie aktuell der Klimawandel, kann die Geodäsie Argumente liefern. Die Veränderungen der Erde werden regelmäßig gemessen und festgehalten, um so daraus langfristige Auswirkungen abzuleiten.

Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, der kommt am 25. Mai 2019 in den Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung in Hamburg-Wilhelmsburg, informiert sich in Vorträgen über die Geodäsie und Geoinformation als Berufsfeld, Arbeitsfeld und Wissenschaft, über Projekte im In- und Ausland und sammelt erste praktische Erfahrungen in der Vermessung.

Laserscanner, Drohne sowie Tachymeter können besichtigt und zum Teil auch ausprobiert werden. Des Weiteren wird ein Peiltisch zu sehen sein. Dieser unterstützt die Nautiker der Hamburg Port Authority (HPA) bei der Planung und Überwachung des Schiffsverkehrs im Hamburger Hafen. Ergänzend dazu werden verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung nach der Schule dargestellt. Angefangen vom Praktikum über die Ausbildung zur Vermessungstechnikerin bzw. zum Vermessungstechniker, das Studium im Fachbereich Geodäsie und Geoinformation bis hin zum Absolvieren des Staatsexamens.

Gute Berufsaussichten für Fachleute für Geodäsie und Geoinformation

Die Berufsaussichten sind sehr gut. Die Fachleute für Geodäsie und Geoinformation sind heutzutage an vorderster Stelle tätig: Ob bei der exakten Vermessung, der Datenerfassung, der Programmierung, der Gestaltung digitaler Plattformen oder der 2D- und 3D-Visualisierung – die Geodäsie und Geoinformation ist überall zu finden. Ihre Arbeiten sind interdisziplinär und sie stellen Daten sowie Systeme zur Verfügung, die für den Klima-, Umwelt- und Naturschutz, die Energiewende ebenso wichtig sind wie für die Verkehrsplanung oder die Eigentumssicherung.

Kurzum: Informationen mit Raumbezug, die durch modernste Geräte und Sensoren erfasst werden, finden in fast allen Bereichen Anwendung. Fachleute, die mit diesen Informationen umgehen, diese digital verarbeiten, multimedial aufbereiten sowie interaktiv als Anwendungen im Internet zu Verfügung stellen können, werden die gefragten Experten von morgen sein.

Der „Tag der Geodäsie“ findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt und wird vom Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung zusammen mit vielen Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Berufsverbänden organisiert, um das Berufsfeld zu präsentieren.

Auf die Besucherinnen und Besucher warten zwischen 11 und 15 Uhr im Haus des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung viele Aktionen „zum Mitmachen“, Informationen sowie Vorträge rund um die Geodäsie und Geoinformation.

Abgerundet wird die Informationsveranstaltung durch eine letzte Aktion um 15 Uhr: Mit einem „unmanned aerial vehicle“ (UAV: Drohne) wird direkt vor dem Gebäude ein Erinnerungsfoto aus der Luft gemacht. Über alle, die mit auf das Foto wollen und dieses später mit anderen Menschen „teilen“ möchten, würden sich die Veranstalter freuen.

Weitere Informationen online unter: geodaesie.hamburg oder auf Facebook: facebook.com/TagDerGeodaesieHH