Drogeriekette

Mit Sushi und Wraps – Budni testet neue Mini-Filialen

Eine Filiale von Budnikowsky in Hamburg.

Eine Filiale von Budnikowsky in Hamburg.

Foto: Imago/Waldmüller

Drogeriekette will das Konzept bei Erfolg auf Hamburgs Umland und die Seebäder ausweiten. Budni-Eigentümer kritisiert Öffnungsregeln.

Hamburg. Die Hamburger Drogeriekette Budnikowsky testet neue Mini-Filialen. Der erste Standort dieser Art wurde vor wenigen Tagen in der Bahrenfelder Straße 134 in Ottensen eröffnet. Das Geschäft ist rund 180 Quadratmeter groß. „Damit kommen wir dem Wunsch der Nachbarn nach einem Laden für die Nahversorgung nach, der alle wichtigen Produkte für einen schnellen Einkauf bietet“, sagt Budnikowsky-Sprecherin Wiebke Spannuth. „Wir verfolgen damit ein neues Kleinflächenkonzept.“

Alle Ladenmöbel sind Sonderanfertigungen und wurden den räumlichen Gegebenheiten angepasst. Wenn der Test erfolgreich läuft, sollen diese Mini-Filialen ausgebaut werden. Budnikowsky sucht neue Standorte in unterschiedlichen Größen, neben Hamburg und Umgebung auch in den Nord-und Ostseebädern sowie in Berlin.

Budni bietet Salate, Sushi und Wraps an

Zum Sortiment der ersten Mini-Filiale gehören Bio-Lebensmittel, Shampoo, Duschgel, Seife, Putzmittel und Naturkosmetik. Außerdem gibt es kleine Mittagssnacks wie Sushi, Salate, Sandwiches, Wraps und einen Kaffee-Automaten. Nicht erhältlich sind Parfüm und Schminkutensilien. Diese Artikel bietet Budnikowsky nach wie vor im nahen Einkaufszentrum Mercado an.

Eine ähnlich kleine Filiale gibt es bisher nur in Nienstedten. Sie ist aber darauf ausgerichtet, das gesamte Sortiment in reduzierter Form anzubieten. Das neue Filialkonzept konzentriert sich dagegen auf die individuellen Bedürfnisse der Nachbarschaft. „Wir wollen so den schnellen Einkauf alltäglicher Produkte in der Mittagspause oder nach Feierabend ermöglichen“, sagt Spannuth.

Wöhlke: Verkaufsoffene Sonntage verlegen

Unterdessen hat der Eigentümer der Drogeriekette, Cord Wöhlke, vorgeschlagen, die verkaufsoffenen Sonntage in Hamburg in die Monate November und Dezember zu verlegen. „Warum nicht vier Sonntage im November und Dezember. Alle würden jubeln, besonders die Mitarbeiter im Einzelhandel“, schrieb der Unternehmer auf Facebook. Wegen des Wetters seien die Beschäftigten im Winter auch eher bereit, an den Wochenenden zu arbeiten. Für dieses Jahr sind Sonntagsöffnungen in Hamburg im Juni, September und November geplant. Voraussetzung ist immer ein besonderer Anlass oder ein Event.

Anlass für die Kritik des Unternehmers war der vergangene verkaufsoffene Sonntag, der mehr als 400.000 Menschen in die Innenstadt zog. Es seien „mehr Sehleute“ als Käufer unterwegs gewesen, kritisierte Wöhlke. Er machte dafür vor allem das schöne Wetter verantwortlich. Für die Mitarbeiter, die ihren sonst freien Sonntag opferten, sei es ärgerlich, wenn der Tag noch nicht einmal volle Läden und gute Umsätze brächte, sagte Wöhlke dem Abendblatt zu seiner Facebook-Nachricht.

Darüber hinaus bemängelte der Unternehmer ein Ungleichgewicht bei den Ladenöffnungsregelungen. So biete Berlin mehr verkaufsoffene Sonntage als Hamburg. Die Sonntagsöffnung ist auch für die Geschäfte in der HafenCity ein Thema. Zumindest Läden, die Souvenirartikel anbieten, sollten auch am Sonntag öffnen dürfen, fordern FDP und Kaufleute für das Gebiet.