Hamburger Hafen

HHLA nimmt erste Hybrid-Van-Carrier in Betrieb

Die ersten umweltfreundlichen Hybrid-Van-Carrier im Hamburger Hafen fahren auf dem HHLA-Terminal Tollerort

Die ersten umweltfreundlichen Hybrid-Van-Carrier im Hamburger Hafen fahren auf dem HHLA-Terminal Tollerort

Foto: HHLA

Die zwei Prototypen sollen mindestens 15 Prozent weniger Diesel verbrauchen als ihre Vorgänger.

Hamburg. Der Containerumschlag im Hamburger Hafen wird ein bisschen umweltverträglicher: Auf ihrem Terminal Tollerort setzt die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) seit Kurzem die ersten sogenannten Hybrid-Van-Carrier ein. Die zwei Prototypen sollen nach Angaben des Terminalbetreibers mindestens 15 Prozent weniger Diesel verbrauchen als ihre Vorgänger. Dadurch würden „Kohlendioxid-, Stickoxid- und Feinstaub-Emissionen deutlich reduziert“, so das Unternehmen.

Die Hybridmodelle speichern überschüssige Energie, die beim Bremsen oder beim Absenken der Containerlast entsteht, in einer Lithium-Ionen-Batterie. Im Fahrbetrieb nutzen die Carrier, die die Boxen vom Kai in das Containerlager transportieren, diese Energie – und verbrauchen daher weniger Diesel. Der Hersteller Konecranes prognostiziert, dass pro Fahrzeug zwischen 30 und 50 Tonnen weniger Kohlendioxid pro Jahr ausgestoßen werden.

Weniger Kosten und weniger Emissionen

„Mit den neuen Hybrid-Van-Carriern senken wir unsere Energiekosten und reduzieren gleichzeitig die Emissionen“, erklärt Thomas Koch, Geschäftsführer des Container Terminals Tollerort. Die beiden Prototypen sollen nun erprobt werden. Insgesamt setzt die HHLA auf ihren Terminals im Hamburger Hafen nach Angaben einer Unternehmenssprecherin etwa 200 Van-Carrier ein.

Auf dem Terminal Altenwerder sind dagegen etwa 100 autonom fahrende Transportfahrzeuge, die sogenannten AGV, im Einsatz. Die ersten davon wurden bereits 2009 auf Batteriebetrieb umgestellt. Die modernsten fahren mit Lithium-Ionen-Akkus. Nach Angaben der Unternehmenssprecherin sollen die Hybrid-AGV, die noch mit kombiniertem Diesel- und Elektroantrieb fahren, nach und nach außer Dienst gestellt werden.