Plastikmüll

Starbucks will Plastik-Strohhalme bis 2020 abschaffen

Die grünen Starbucks-Strohhalme sollen bald der Vergangenheit angehören.

Die grünen Starbucks-Strohhalme sollen bald der Vergangenheit angehören.

Foto: Mario Anzuoni / REUTERS

Auch die Café-Kette hat nun Plastik den Kampf angesagt. Bis 2020 soll es Strohhalm-Alternativen geben – etwa eine Schnabeltasse.

Seattle.  Um weniger umweltschädlichen Müll zu produzieren, will die Café-Kette Starbucks Einweg-Trinkhalme aus Plastik in ihren weltweit rund 28.000 Filialen bis zum Jahr 2020 abschaffen. Durch den Schritt dürften in den Läden pro Jahr mehr als eine Milliarde Plastik-Trinkhalme wegfallen, teilte Starbucks mit.

Als Ersatz kämen etwa alternative Materialien und ein spezieller Deckel zum Einsatz, aus dem direkt getrunken werden solle. Diese Lösung gebe es bereits in über 8000 Filialen in den USA und in Kanada.

Jährlich 100.000 Tonnen Plastik im Meer

Konzernchef Kevin Johnson sprach von einem „Meilenstein“ beim Bemühen, das Geschäft nachhaltiger aufzustellen. Allerdings nimmt auch der regulatorische Druck zu. Sowohl in den USA als auch in der EU laufen groß angelegte Kampagnen zur Reduzierung von Plastikmüll.

Dabei stehen Wegwerfprodukte wie Trinkhalme besonders im Fokus von Umweltschützern. Nach Angaben der Organisation „Seas at Risk“ landen jährlich rund 100.000 Tonnen Plastik – alleine aus der EU – im Meer.

Plastiktüten-Gebrauch in Deutschland stark gesunken

In Deutschland hatten zuletzt die großen Supermärkte Rewe, Lidl und Edeka mit Maßnahmen gegen Einweg-Plastikartikel wie Besteck oder Trinkhalme Schlagzeilen gemacht. Gratis-Plastiktüten sind aus dem deutschen Einzelhandel bereits weitgehend verschwunden – der Tüten-Verbrauch geht seit Jahren deutlich zurück.

Der weltgrößte Fast-Food-Konzern McDonald’s hatte im Juni angekündigt, Trinkhalme aus Plastik in Großbritannien zu verbannen. Zuvor hatte Premierministerin Theresa May Pläne für ein Verbot vorgestellt.

(dpa)