Beschäftigte

Mindestlohn soll schrittweise auf 9,35 Euro steigen

Beschäftigte im Gastgewerbe erhalten oft nicht mehr als den Mindestlohn.

Beschäftigte im Gastgewerbe erhalten oft nicht mehr als den Mindestlohn.

Foto: Caroline Seidel / dpa

Die zuständige Kommission hat ihren Beschluss vorgelegt: Der Mindestlohn soll auf 9,19 Euro und dann auf 9,35 Euro angehoben werden.

Berlin.  Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland soll zum 1. Januar 2019 von derzeit 8,84 Euro auf 9,19 Euro steigen. Zum 1. Januar 2020 solle eine weitere Erhöhung auf 9,35 Euro folgen, wie die zuständige Kommission in einem am Dienstag in Berlin vorgelegten Beschluss empfiehlt.

Für rund drei Millionen Menschen bedeutet dies ab dem 1. Januar mehr Gehalt. Es wird erwartet, dass Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Vorlage annimmt, abändern kann er sie nicht.

Mindestlohn war mit 8,50 Euro gestartet

Der Mindestlohn war 2015 mit einer Höhe von 8,50 Euro gestartet, zum 1. Januar 2017 wurde er dann auf den zurzeit geltenden Wert von 8,84 Euro heraufgesetzt. Die Mindestlohnkommission setzt sich zusammen aus je drei Vertretern von Arbeitgebern und Gewerkschaften, einem Vorsitzenden sowie zwei nicht stimmberechtigten Wissenschaftlern.

Maßgeblich für die Höhe des Mindestlohns für die Jahre 2019 und 2020 ist die Lohnentwicklung in den Jahren 2016 und 2017. Die Kommission hat aber Spielraum, davon abzuweichen. (dpa/rtr)