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Trump droht im Handelsstreit mit neuen Gegenmaßnahmen

Strafzölle auf US-Importe

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Der US-Präsident heizt den Handelskonflikt weiter an: Er droht Partnerländern mit deutlichen Reaktionen auf Zölle und Handelsbarrieren.

US-Präsident Donald Trump verschärft erneut den Ton im Handelsstreit: Die Partnerländer der USA müssten mit empfindlichen Gegenmaßnahmen rechnen, sollten sie die künstlichen Handelsbarrieren und Zölle nicht aufheben, teilte Trump auf Twitter mit. Der Handel müsse fair und „nicht länger eine Einbahnstraße sein“.

Berlin/Washington. Bereits am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump den Handelskonflikt weiter angeheizt. Er drohte europäischen Autoherstellern mit Zöllen von 20 Prozent auf Fahrzeuge , die in die USA importiert werden.

Zuvor waren Zölle der EU auf US-Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro in Kraft getreten, unter anderem auf Erdnussbutter und Jeans. Die Abgaben sind die Antwort Europas auf die seit Anfang Juli geltenden Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahl- und von 10 Prozent auf Aluminium-Importe in die USA.

Auch Russland und Indien kündigten Zusatzzölle an

Wegen der Einführung von Strafzöllen stehen die USA derzeit auch mit anderen Ländern im Handelsstreit. Anfang Juni hatte Trump zusätzliche Strafzölle von 25 Prozent auf 1102 Produkte aus China im Wert von 50 Milliarden US-Dollar (42,7 Mrd Euro) verhängt.

Peking brachte daraufhin Vergeltungszölle auf US-Waren im Wert von ebenfalls 50 Milliarden Dollar auf den Weg. Auch Russland kündigte Zusatzzölle auf Importe aus den USA an, Indien zog am vergangenen Donnerstag nach.

Einschränkungen für chinesische Investoren

Einem Zeitungsbericht zufolge erwägt das US-Finanzministerium nun auch Einschränkungen für chinesische Investoren. Derzeit werde an Regeln gearbeitet, die den Verkauf von bestimmten US-Technologiefirmen an die Unternehmen untersagen, an denen chinesische Investoren mehr als ein Viertel der Anteile halten, sagte ein mit dem Vorgang vertrauter Regierungsmitarbeiter am Sonntag.

Die Pläne sollen am Freitag bekanntgegeben werden. Bis dahin seien noch Änderungen möglich, was etwa die Beteiligungsschwelle angehe, sagte der Insider, der einen entsprechenden Bericht des „Wall Street Journal“ bestätigte.(br/dpa)