Hamburg

Mutterkonzern von Hamburg Süd will noch mehr sparen

Hamburg. Der weltgrößte Schifffahrtskonzern Maersk, zu dem auch die Hamburger Reederei Hamburg Süd gehört, hat nach einem enttäuschenden ersten Quartal umgehend Sparmaßnahmen angekündigt. „Unser Ergebnis vor allem in der Ozean-Sparte (Containerfracht und Hafenterminals) war ungenügend“, erklärte Unternehmenschef Søren Skou am Donnerstag. Unter dem Strich fuhr Maersk zwar einen Gewinn von 2,75 Milliarden Dollar (derzeit rund 2,3 Milliarden Euro) ein. Dieser wurde aber stark vom Verkauf der Öl-Sparte beeinflusst. Alle Veräußerungen rausgerechnet stieg der Verlust deutlich auf 239 Millionen Dollar.

„Angesichts der aktuell schwierigen Marktbedingungen werden wir eine Reihe kurzfristiger Initiativen zur Verbesserung der Profitabilität starten“, kündigte Skou an. Wie sich seine Ankündigung auf die Tochterreederei Hamburg Süd auswirken könnte, ist noch offen. Ein Sprecher verwies auf die Unternehmenszen­trale in Kopenhagen. Im vergangenen Jahr hatte die Oetker-Gruppe aus Bielefeld ihre Reederei Hamburg Süd an die Dänen verkauft. Im ersten Quartal habe es noch keine Synergien aus der Integration der Deutschen gegeben. Diese erwartet Maersk für das zweite Quartal.

Derzeit laufe der übernahmebedingte Stellenabbau. war aus der Hamburg-Süd-Zentrale an der Willy-Brandt-Straße zu erfahren. Im Oktober des vergangenen Jahres hatte die Reederei angekündigt, 131 ihrer 1100 Hamburger Arbeitsplätze abbauen zu wollen. 19 neue Planstellen sollten entstehen. Zudem wird derzeit das Schiffsmanagement auf die dänische Konzernmutter umgestellt. Alle Schiffscrews und deren Betreuer an Land verlieren ihre Hamburg-Süd-Verträge und erhalten neue. Auch die für die Bereederung zuständige Columbus Shipmanagement wird in eine Tochterfirma von Maersk verschoben.