Arbeitsmarkt

Amazon kündigt mehr als 2000 neue Jobs in Deutschland an

Amazon-Mitarbeiter nutzen Preisverleihung für Proteste

Es sei ein "Hohn und eine Schande", dass so ein Preis an so einen Unternehmer gehe, sagte SPD-Parteichefin Nahles.

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Amazon will verschiedene Standorte ausbauen und neue Stellen schaffen. Die bestehenden Beschäftigten kämpfen derweil für mehr Gehalt.

München/Berlin.  Amazon will in diesem Jahr in Deutschland über 2000 neue Arbeitsplätze schaffen. Zum Jahresende seien hierzulande dann mehr als 18.000 Mitarbeiter beschäftigt, teilte der weltgrößte Online-Händler und Anbieter von Cloud-Diensten mit.

Viele neue Stellen entstünden durch den Ausbau des Berliner Standorts mit einem Fokus auf Forschung und Entwicklung, und auch zur Unterstützung von Diensten wie AmazonFresh, Prime Video und der Assistenzsoftware Alexa.

Verdi will Amazon zu einem neuen Tarifvertrag zwingen

Amazon streitet in Deutschland mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi um die Konditionen für die Beschäftigten in den Logistikzentren des Konzerns. Verdi fordert schon seit Jahren einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels.

Das Unternehmen kontert, man zahle am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich sei. In der Mitteilung vom Freitag verwies Amazon auch auf Zusatzleistungen wie kostenfreie Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung oder Mitarbeiter-Aktien.

Jeff Bezos ist nun der reichste Mensch der Welt
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Bezos: Stolz auf Amazon-Gehälter

Verdi hatte zuletzt eine Protestaktion organisiert, als Amazon-Chef Jeff Bezos zur Verleihung des Axel Springer Awards nach Berlin kam. Bezos erklärte, er sei stolz auf die Arbeitsbedingungen und die Gehälter, die Amazon zahle. (dpa)