San Francisco

Das iPhone ist Apples Gewinnmaschine

San Francisco. An gute Geschäftszahlen haben sich Apple-Aktionäre fast schon gewöhnt. Das aktuelle Quartal jedoch hatte Potenzial, für eine Enttäuschung zu sorgen. Weltweit gingen zuletzt die Verkaufszahlen für Smartphones zurück – riskant für den US-Konzern, dessen Haupterlösquelle das iPhone ist. Am Mittwoch zeigte sich: Apple bleibt vom Nachfrageeinbruch vorerst verschont.

52,2 Millionen iPhones hat der Konzern in den vergangenen drei Monaten verkauft – drei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das über 1000 Euro teure iPhone X sei das am besten verkaufte Apple-Telefon in jeder Woche des Quartals gewesen, sagte Konzernchef Tim Cook. Das brachte Apple einen Quartalsgewinn von 13,8 Milliarden Dollar ein, nach 11 Milliarden im Vorjahr. Der Umsatz stieg auf 61,1 Milliarden Dollar.

Dass die Apple-Aktie zeitweise um sechs Prozent zulegte, hatte noch einen anderen Grund: Das Unternehmen kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über 100 Milliarden Dollar an. Rückkäufe treiben üblicherweise den Kurs in die Höhe. Außerdem steigt die Quartalsdividende um 16 Prozent. „Wir geben das Geld wie versprochen den Investoren zurück“, sagte Apple-Finanzchef Luca Maestri.

Investoren sorgen sich indes, Apple könnte zu abhängig vom iPhone werden. Es stand zuletzt für mehr als zwei Drittel des Umsatzes. Investoren fordern, mehr Geld in die Entwicklung neuer Produkte zu stecken. Der Umsatz in der Rubrik andere Produkte stieg im Jahresvergleich zwar um 38 Prozent auf 3,95 Milliarden Dollar, die Erlöse waren aber um 28 Prozent niedriger als im Weihnachtsquartal. Der vernetzte Lautsprecher HomePod ist neben der Apple Watch eines der Produkte, die Apple künftig Einnahmen abseits des Smartphones bringen könnten. Auch in Dienstleistungen rund um den App- und iTunes-Store sowie den Musik-Streaming-Dienst Apple Music setzt der Konzern große Hoffnungen.