Hamburg

Siemens Gamesa streicht 213 Jobs im Norden

Hamburg. Der Windturbinenhersteller Siemens Gamesa baut in Deutschland 213 Arbeitsplätze ab. Besonders betroffen sind Hamburg und Bremen. Wie das Unternehmen mitteilte, habe man sich mit den Betriebsräten auf einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter geeinigt. Der Stellenabbau ist Teil der Restrukturierung nach dem Zusammenschluss der Windkraftsparte von Siemens mit Gamesa, der weltweit 6000 Stellen zum Opfer fallen.

In Hamburg und Bremen sei vor allem das Service-Geschäft betroffen, also diejenigen Mitarbeiter, die mit der Wartung der Anlagen befasst sind, sagte ein Unternehmenssprecher. Wie viele speziell in Hamburg gehen müssen, sei noch nicht klar. „Beide Standorte werden zusammen verhandelt. Wenn in Bremen viele Mitarbeiter freiwillig ausscheiden, werden in Hamburg weniger angesprochen – und umgekehrt“, sagte der Sprecher. Ziel sei ein möglichst sozialverträglicher Stellenabbau bis Ende November 2019. Betriebsbedingte Kündigungen sollten möglichst vermieden werden.

Siemens Gamesa beschäftigt in Deutschland 1900 Mitarbeiter, mehr als 1000 in Hamburg. Die Hansestadt bleibe ein wichtiger Standort des Unternehmens, wie der Sprecher betonte. „Sie ist zusammen mit dem dänischen Vejle weiterhin die Zentrale für unser weltweites Offshore-Geschäft.“ Die neu errichtete Fabrik für Offshore-Maschinenhäuser in Cuxhaven sei von den Abbauplänen nicht betroffen. Die IG Metall Küste sieht in dem angekündigten Personalabbau von Siemens Gamesa in Deutschland einen weiteren Rückschlag für die Windindustrie. „Die Betriebsräte haben einen Kahlschlag verhindert und viel für die Beschäftigten herausgeholt“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Trotzdem gehen weitere Arbeitsplätze und damit Know-how in der Branche verloren.“