Köln

Rewe testet Mehrwegnetze für Obst und Gemüse

Der Lebensmittelhändler Rewe will Plastikmüll reduzieren

Der Lebensmittelhändler Rewe will Plastikmüll reduzieren

Foto: dpa

Das Unternehmen hat einen siebenwöchigen Test angekündigt. Beim Abwiegen wird das Gewicht des Netzes automatisch abgezogen.

Köln.  Nach der Abschaffung der Plastiktragetasche will der Lebensmittelhändler Rewe jetzt auch den Verbrauch der dünnen Plastiktütchen im Obst- und Gemüsesortiment reduzieren. Das Unternehmen mit Sitz in Köln hat am Dienstag einen siebenwöchigen Test angekündigt. In gut 100 Märkten sollen spezielle Mehrweg-Frischenetze angeboten werden, die Kunden im Zweierpack für 1,49 Euro kaufen und immer wieder verwenden können. Beim Abwiegen an der Kasse wird das Gewicht des Netzes automatisch abgezogen, hieß es. An 19 weiteren Standorten sollen Kunden über Schilder angesprochen werden, um den Verbrauch der Knotenbeutel gerade auch bei robusten Sorten einzudämmen. Die Testphase läuft zum 27. November. Hamburg und Umgebung gehören nicht zum Testgebiet.

Reduzierung von Plastikmüll

Im Zusammenhang mit der Abschaffung der Plastiktüte hatte Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler angekündigt, weitere Schritte zur Reduzierung von Plastikmüll zu unternehmen. Seitdem arbeitet der Händler mit einem Umsatz von 18,4 Milliarden Euro (2016) und rund 120.000 Mitarbeitern nach eigenen Angaben an verschiedenen Ideen zur Plastikvermeidung in den Sortimenten der etwa 3000 Märkte – auch im Obst- und Gemüsebereich.

Neuartiges Verpackungsmaterial

So gibt es Bananen von November an über alle Marken und Preisklassen nur noch ohne Folienverpackung. Darüber hinaus testet Rewe bei Bio-Avocados und Bio-Süßkartoffeln das sogenannte Natural Branding, bei dem ein gebündelter Lichtstrahl ein Logo und weitere Informationen in die oberste Pigmentschicht der Schale graviert. Für Bio-Äpfel der Eigenmarke wird ein neuartiges Verpackungsmaterial verwendet, das zu 40 Prozent aus sonnengetrocknetem Gras und zu 60 Prozent aus Holz besteht.