Hamburg

Zehn Prozent mehr Passagiere am Hamburg Airport

Hamburg. Der Hamburger Flughafen bleibt weiter auf Rekordkurs. In den ersten neun Monaten des Jahres nutzten 13,429 Millionen Passagiere den Helmut-Schmidt-Airport, teilte das Unternehmen am Montag in seinem Monatsbericht mit. Das waren 9,8 Prozent mehr Fluggäste als im Vorjahreszeitraum und fast so viele wie im gesamten Jahr 2013, als es in zwölf Monaten nur knapp 70.000 Menschen mehr waren.

Der Flughafen hatte zuletzt drei Jahre in Folge Bestmarken aufgestellt. 2014 flogen 14,76 Millionen Menschen via Fuhlsbüttel, ein Jahr später 15,61 Millionen und im vergangenen Jahr 16,22 Millionen. Für 2017 hatte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler zunächst nur ein Plus von rund drei Prozent erwartet. Im Sommer korrigierte er die Zielmarke nach oben. „Ich glaube, dass wir die 17 Millionen 2017 schaffen“, sagte Eggenschwiler damals. „Die Menschen reisen heute häufiger pro Jahr.“ Im September waren es 1,7 Millionen Passagiere – neun Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Starts und Landungen sei mit 14.912 um zwei Prozent gesunken. Das liege an der steigenden Auslastung und dem Einsatz größerer Jets, hieß es.

Einen deutlichen Zuwachs gab es erneut bei den verspäteten Flügen. Bis 24 Uhr dürfen Flieger starten und landen, die planmäßig bis 23 Uhr vorgesehen waren. In der letzten Stunde des Tages waren es 143 Maschinen. Das waren 54 Maschinen mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten neun Monaten lag die Zahl der Nachtflüge mit 828 – plus 29,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum – bereits über den 774 späten Flugbewegungen für das Gesamtjahr 2016. Die Naturschutzorganisation BUND kam in der vergangenen Woche nach ihrer Zählung sogar auf 848 Starts und Landungen und sprach von 2017 als „lautestem Flugjahr seit der Jahrtausendwende“.

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