Berlin

Abendblatt-Wirtschaftsredakteurin ausgezeichnet

Miriam Opresnik gewinnt Ernst-Schneider-Preis zum zweiten Mal. Diesmal für die Serie „Mein erster Laden“

Berlin.  Es war eine einstimmige Entscheidung der hochkarätig besetzten Jury: Abendblatt-Wirtschaftsredakteurin Miriam Opresnik gewinnt in der Kategorie „Wirtschaft regional“ den Ernst-Schneider-Preis 2017 – dotiert mit 7500 Euro – für ihre Serie „Mein erster Laden“. Applaus brandete in den dekorierten Bolle Festsälen in Berlin auf, als Laudator Klaus Schrotthofer (Geschäftsführer Zeitungsgruppe Neue Westfälische) am Dienstagabend den Namen der Siegerin bekannt gab.

Die Wirtschaftsredaktion des Abendblatts holte die renommierte Auszeichnung der Industrie- und Handelskammern damit bereits zum fünften Mal in den vergangenen Jahren nach Hamburg. Das Besondere: Miriam Opresnik verewigte sich nach 2015 bereits zum zweiten Mal in der Liste der Sieger – damals mit ihrer Serie „Helden des Handels“, in der sie den Überlebenskampf alteingesessener Hamburger Einzelhändler in sehr lesenswerten Porträts darstellte.

Auch bei ihrer nun prämierten Serie „Mein erster Laden“ ging es um den Kampf von Jennifer Hinze um ihr Geschäft – einen Feinkostladen mit Café. Hinze hatte ihren sicheren Job bei der Hamburger Sparkasse aufgegeben, wagte den Sprung in die Selbstständigkeit. Und Miriam Opresnik begleitete die Jungunternehmerin auf ihrem spannenden und steinigen Weg. Nicht einen oder zwei Tage – sondern neun Monate lang. Herausgekommen sei eine „wunderbare, personalisierte, sehr faktenreiche Gründergeschichte“, sagte Laudator Schrotthofer. Es sei eben selten, dass Zeitungen noch so detailliert und gewissenhaft über Menschen wie Jennifer Hinze schrieben. „Meist tauchen diese nur noch in Statistiken auf – als einzelne Zahl“, so Schrotthofer. Und auch wenn Jennifer Hinze nach einem Dreivierteljahr ihren Laden wieder schließen musste, sprach der Laudator von „keiner traurigen Geschichte“. Denn Hinze sei nicht gescheitert, sondern habe ihren Traum gelebt.

Der Ernst-Schneider-Preis war bereits die sechste Auszeichnung, die Miriam Opresnik für ihre Serie über Jennifer Hinze bekam. Zuvor hatte sie sich bereits über den Herbert-Quandt-Medienpreis, den Friedrich-Vogel-Preis, den Medienpreis Mittelstand (2. Platz), den Hans-Strothoff-Preis (2. Platz) und den Helmut-Schmidt-Preis (3. Platz) freuen dürfen.