Hamburg

Schmidt-Trenz gewinnt Preis – Präses Bergmann gratuliert

Hamburg. Eigentlich gilt der ehemalige Hauptgeschäftsführer der Handelskammer, Hans-Jörg Schmidt-Trenz, bei den neuen Machthabern der Institution am Adolphsplatz als „persona non grata“. Am Freitag gab es vom neuen Handelskammer-Präses, Tobias Bergmann, allerdings überraschend Lob für Schmidt-Trenz. Der hat nämlich für die Handelskammer den „Weltkammerpreis“ errungen, den er bei der Verleihung im australischen Sydney auch gleich in Empfang nehmen durfte.

Der Preis wird alle zwei Jahre von der International Chamber of Commerce (ICC) ausgelobt. Prämiert wurde der „Sechs-Punkte-Plan zur Integration von Flüchtlingen“ als weltbestes Bildungsprojekt. Die Kammer hatte den Plan 2015 unter Schmidt-Trenz’ Führung ins Leben gerufen, um Flüchtlingen den Weg in Ausbildung und Arbeit zu ebnen. Dazu treffen bei „Marktplatzveranstaltungen“ Hamburger Unternehmen und Flüchtlinge aufeinander. Begleitend hat die Kammer Bewerbertrainings durchgeführt und mit einer Informationskampagne bei Mitgliedsunternehmen und Flüchtlingen für Zusammentreffen geworben. Rund 600 Flüchtlinge konnten bislang in Ausbildung, rund 300 in Beschäftigung vermittelt werden.

„Die Handelskammer ist stolz auf diese Auszeichnung. Meine Gratulation gilt ganz besonders den vielen Kammermitarbeitern, die sich mit ihrem Einsatz um das Projekt verdient gemacht haben“, sagte Präses Bergmann. Es ist die zweite Auszeichnung dieser Art für die Kammer. Sie erhielt den Weltkammerpreis bereits 2009 für ein anderes Projekt. „Ich bin stolz, in meiner Amtszeit zwei Projekte zum Sieg geführt zu haben“, sagte Schmidt-Trenz.