Wirtschaft

Adidas top, Airbus ein Flop

Für die Besitzer von Flugzeug- oder Autoaktien war die vergangene Börsenwoche wirklich kein Vergnügen. Vieles, was mit dem Transport von A nach B zu tun hatte, entwickelte sich schlecht, wenn auch aus ganz unterschiedlichen Gründen. So stürzte die Aktie des Flugzeugbauers Airbus Mitte der Woche um gut drei Prozent ab, nachdem der Konzern angekündigt hatte, die Produktion des Riesenfliegers A380 weiter zu senken. Das einstige Prestigeprojekt ist zum Ladenhüter geworden, keine guten Aussichten für die Aktionäre.

Ganz andere Sorgen plagen die deutschen Autobauer. Die Kartellvorwürfe gegen Daimler, BMW und VW drückten die Papiere aller Konzerne in die Tiefe. Dazu kam noch die anhaltende Diesel-Krise. Trotz guter Zahlen etwa von Daimler bildeten die Autobauer die Schlusslichter im Börsenindex DAX, für Volkswagen ging es auf Wochensicht um fast sieben, für die anderen Konzerne um mehr als fünf Prozent bergab.

Insgesamt büßte der DAX im Wochenverlauf knapp ein Prozent ein und lag am Freitagnachmittag bei 12.150 Punkten. Die Hoffnung, doch noch mal in Richtung der 13.000-Punkte-Marke zu marschieren, hat sich damit erst einmal zerschlagen.

Stattdessen rechnen Analysten nun damit, dass das Barometer die andere runde Marke, und zwar bei 12.000 Punkten, testen wird. Immerhin der Sportartikelhersteller Adidas konnte sich zum Wochenausklang aus dem Abwärtssog befreien. Die Aktie erreichte am Freitag ein Allzeithoch, weil Bekleidung und Turnschuhe reißenden Absatz finden. Zu Fuß kommen Aktionäre im Augenblick offenbar besser von A nach B als mit anderen Transportmitteln.