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Amazon lenkt nach Kritik an Spendenaktion "Smile" ein

Der Online-Versandhändler Amazon betreibt in Deutschland eine eigene Spendenseite unter dem Namen „smile.amazon.de“.

Foto: Lucy Nicholson / REUTERS

Der Online-Versandhändler Amazon betreibt in Deutschland eine eigene Spendenseite unter dem Namen „smile.amazon.de“.

Soziale Organisationen hatten die Spendenaktion des Onlinehändlers kritisiert. Nun hat Amazon Änderungen am Verfahren vorgenommen.

Berlin.  Nach wiederholter Kritik an seiner Spendenaktion hat der Online-Einzelhändler Amazon eingelenkt und Änderungen an dem Verfahren bei "AmazonSmile" vorgenommen . Wer nicht zu den potenziellen Zahlungsempfängern gehören wolle, werde umgehend entfernt, teilte das Unternehmen mit. Alle gelisteten Organisationen hätten detaillierte Informationen zu dem Programm erhalten.

Amazon habe aber laut mehrerer Organisationen ohne deren ausdrückliche Zustimmung gelistet, wie diese mitteilten. Für die Hilfsorganisation Plan International sind so etwa Gelder eingesammelt worden, obwohl sie gar nicht an dem Programm teilnehmen. Auch die Verbraucherorganisation Foodwatch wehrte sich dagegen, in der Liste zu unterstützender Organisationen aufgeführt zu werden.

Amazon: Keine Kosten für Organisationen

Weder für die teilnehmenden sozialen Organisationen noch für die Kunden von Amazon fielen bei der Spendenaktion Kosten an, betonte das Unternehmen. Der Spendenaufwand fließe allein aus den Kassen von Amazon. "Sollte eine Organisation keine Spenden erhalten wollen, so werden wir das berücksichtigen und sicherstellen, dass die Gelder anderen gemeinnützigen Organisationen zugute kommen." Amazon sorge dafür, dass Kunden und soziale Organisationen alle wichtigen Informationen über das Programm "stets schnell und bequem zur Verfügung" stünden.

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"AmazonSmile" gibt es in den USA bereits seit 2013 und hat seither nach Angaben des Unternehmens über 54 Millionen Dollar an soziale Organisationen ausgeschüttet. Seit November gibt es das Programm auch in Deutschland. Kunden können dabei beim Kauf eine gemeinnützige Organisation auswählen, der Amazon 0,5 Prozent des Einkaufspreises überweisen soll. Für die Auswahl der Einrichtungen kooperiert Amazon mit Stifter-helfen.de. (dpa)

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