Rundfunkbeitrag

Fehlende Einnahmen – Stellenabbau und Sparprogramm beim ZDF

Bleiben vermutlich noch weiter beim ZDF beschäftigt: Die Mainzelmännchen, Maskottchen des ZDF.

Bleiben vermutlich noch weiter beim ZDF beschäftigt: Die Mainzelmännchen, Maskottchen des ZDF.

Foto: imago stock&people

Der öffentliche Rundfunk muss sparen. Der Überschuss aus den Rundfunkgebühren fällt auch beim ZDF weit geringer aus als kalkuliert.

Mainz.  Das ZDF rechnet bis 2020 ebenso wie die ARD mit einer geringeren Summe aus dem Rundfunkbeitrag. Der Überschuss von 184 Millionen Euro, mit dem der Sender kalkuliert hatte, schmilzt aus diesem Grund bis zum Ende der laufenden Beitragsperiode auf nur noch 88 Millionen Euro ab. Dieser Wert kann sich dem ZDF zufolge allerdings bis 2020 noch ändern.

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) hatte in ihrem jüngsten Bericht einen Sollwert von 180 Millionen Euro genannt. Das Sparprogramm der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten geht weiter. Unter anderem baut das ZDF bis 2020 noch 141 Vollzeitstellen ab.

ARD fehlen 139 Millionen Euro

Die ARD hatte mitgeteilt, dass sie von einem Überschuss von 242 Millionen Euro ausgeht. Abzüglich der Beitragsrücklage, zu der sie verpflichtet ist, fehlen unter dem Strich nach jetziger Prognose 139 Millionen Euro.

Die ARD rechnet mit einer erheblich geringeren Summe an Rundfunkbeiträgen als erwartet, weil die Zahl der potenziell beitragspflichtigen Haushalte kleiner ist als angenommen und mehr Haushalte abgabenbefreit werden als erwartet. ARD und ZDF müssen vor der neuen Beitragsperiode ihren Finanzbedarf der Kommission KEF mitteilen. (dpa)