Frankfurt/Hamburg

Frankreich-Wahl lässt DAX auf Rekordhoch steigen

Frankfurt/Hamburg.  Europas Finanzmärkte haben mit Kurssprüngen auf den Wahlausgang in Frankreich reagiert. Der deutsche Leitindex DAX erreichte am Montag sogar einen Rekordstand. Französische Staatsanleihen waren zudem gefragt, auch der Euro legte deutlich zu, dagegen zogen sich Anleger aus dem „sicheren Hafen“ Gold zurück. Damit ist nach einer wochenlangen Lethargie ein Knoten geplatzt. Manche Experten sehen bereits einen Wendepunkt für das Schicksal Europas.

Der sozialliberale Emmanuel Macron hatte den ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahl überraschend klar für sich entschieden. Er setzte sich vor die Rechtspopulistin Marine Le Pen, mit der er nun in die Stichwahl geht. Die Wahrscheinlichkeit sei sehr hoch, dass sich Macron letztlich am 7. Mai durchsetzen werde, sagte Anleihenexperte Dirk Gojny von der National-Bank in Essen. Zahlreiche Investoren wechselten daher aus eher sicheren Anlageformen zurück in risikoreichere Anlagen wie Aktien.

Der DAX ließ am Montag seine rund zwei Jahre alte Bestmarke hinter sich und stieg um mehr als drei Prozent bis auf 12.437 Punkte. Vor allem die Aktien von Banken waren gefragt, denn sie gelten als besonders abhängig von den politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Europa. Die Commerzbank-Papiere stiegen an der Spitze des DAX um mehr als acht Prozent, die Aktien der Deutschen Bank legten um annähernd sieben Prozent zu.

Auch der Haspax, in dem die wichtigsten börsennotierten Unternehmen aus Hamburg versammelt sind, legte am Montag zu. Der Top-Wert aus der Hansestadt war bis zum späten Nachmittag die Kupferhütte Aurubis mit einem Kursanstieg von mehr als drei Prozent auf über 66 Euro.